Sonntag, 16. Juli 2017

Packen für Wacken - und Fritzis Kumpel Piet fährt mit

Nicht mehr lange, dann geht es für meinen Mann mit einem Freund ab nach Wacken. Klar, dass ich es mir nicht nehmen lasse ihm noch ein Shirt zu nähen, oder?!
Im Adventskalender von Fusselfreies letztes Jahr war der Skull dabei! - Und wie ich finde, passt er ferfekt zu diesem Anlass! Denn: "If not now - when then"  - ist so ab und an der richtige Gedanke!
Entstanden ist wieder ein Raglanshirt nach dem Schnittmuster TOM.
PIET, der beste Kumpel von Fritzi und unser Mitbewohner darf mit!
Allerdings brauchte er dringend noch ein passendes Outfit! Und so ist aus den Resten einer uralten Lederjacke noch ein Mini Outfit entstanden. Eine Lederhose und eine Kappe.  Was meint Ihr?
Ist das standesgemäß?!
Jedenfalls sind wir schon alle irre gespannt, auf seinen Brief an Fritzi und seine Erlebnnisse! 
Lasst es Euch gut gehen!
Mit lieben Grüßen!
Eure Nicole


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Dienstag, 11. Juli 2017

Sommershirts für Papa und Sohn

Die Tage habe ich mir meinen Nähtisch freigeräumt! - Das Büro meines Mannes ist zwar noch immer in meiner Nähecke untergebracht - aber ich denke so sollte es erst mal gehen (wenn auch dezent chaotisch - die Fadenreste lassen grüßen *grins*).  
Heute mussten sie jedenfalls endlich mal wieder ran die Maschinen! - Hatten ja auch lange genug Schonfrist!
Entstanden sind zwei Sommershirts! 
Das Shirt für meinen Mann ist genäht nach dem Schnittmuster TOM und beplottet mit NOPROBLLAMA (die Datei musste ich mir vorhin dann einfach doch noch schnell kaufen - ohne Plott fehlte irgendwie was....):
- das für den kleinen Mann ist entstanden nach dem Raglanshirt beplottet mit "Außer wie ich"! 
Und jetzt wünsche ich Euch allen einen tollen Abend! 
Hier in NRW heißt es: NUR NOCH DREI MAL SCHLAFEN!! - Dann ist der letzte Schultag erreicht und ich schmeiß `ne Runde Unvernünftig-Tag-Gutscheine als Ferienstart! Echt jetzt! Wir brauchen dringend so einen Tag - oder zwei - oder drei....*zwinker*   
Mit lieben Grüßen!!
Eure Nicole 

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Freitag, 30. Juni 2017

Da ging`s den Hemden an den Kragen: Upcycling - Herrenhemd

Also Renovieren ist ja schön und gut - aber es zieht sich neben dem ganz normalen Wahnsinn Leben1.0 doch in die Länge! Es ist fast alles fertig und wie ich finde TOLL geworden. - Doch das Büro ist noch möbelfrei und so ist immer noch meine Nähecke blockiert. - Aber jetzt hat die "Sehnsucht" nach der Nähmaschine gesiegt und  der Esstisch und das alte Ersatzmaschinchen meiner Tochter mussten herhalten.
Entstanden sind einige Talias von Lieblingsnaht.
Die erste Tunica entstand aus einem Hemd meines Mannes, beplottet nach Wunsch mit der Datei Skater von Fusselfreies.
Es gefällt uns allen richtig gut und unsere Tochter trägt es mit einem stolzen Lächeln; AUCH, weil es mal *Papis Hemd* war. 
Leider ist es hier seit Tagen am regnen; aber ein paar Fotos habe ich Euch wenigstens mitgebracht!
Da das so prima geklappt hat, durfte direkt noch das Hemd eines Nachbarn dran glauben, der es mir letztens mit ein paar Jeanshosen zum "verhackstückeln" rüber brachte. In diesem Falle an den Ärmeln mit Bündchen.
Leider liegen die Popeline/Baumwoll-Stoffe fast nur noch im Schrank, seit ich die Oerlock habe.  Vereinzelt nutze ich sie für kleine Geschenke - aber ganz, ganz selten für Kleidungsstücke (zumal ich ehrlich gesagt auch kaum Schnittmuster für nicht dehnbare Stoffe habe - abgesehen von Hosen - wie ich feststellen musste). Das musste ganz dringend geändert werden - zumal die Kinder aus vielen  Motiven irgendwann auch schlichtweg "rauswachsen":
Jetzt ist der Schrank mit luftigen Oberteilen wieder gefüllt! Die tollen Röcke des letzten Jahres passen glücklicherweise noch - und wenn ich jetzt die Tage 3-4 passende Radler hinbekomme, sind die ersten kommenden heißen Tage zumindest kleidungstechnisch für unsere Tochter gesichert.
Macht Euch alle ein wunderschönes Wochenende!!!
Mit ganz lieben Grüßen!!
Nicole 


PS. Sagte ich schon, dass ich meine Maschinchen vermisse?! 

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Donnerstag, 15. Juni 2017

Dann kleb` dir eben einen....(mit mini-Tutorial)

.......war das Fazit der Feststellung, dass es wohl noch ein wenig dauern wird, bis ich die Nähmaschinen wieder erreiche in meinem als Stauraum umfunktionierten Nähzimmer. Denn so auf Dauer ganz ohne kreative Anwandlungen geht dann eben doch nicht bei mir *zwinker*.
Aber ehrlich gesagt  bin ich gar nicht so böse, dass ich "zwangsweise" mal wieder den Plotter aktivieren musste!
Vor einigen Wochen habe ich mir schon vor Ort im Bastelladen selbsthaftende Fensterfololie (Adhäsionsfolie) gekauft.
Also wurde geplottet und zwar mit Vinyl-/Oracalfolie.
Als erstes wurde mein Zimmerfenster neu gestaltet! Einfach mal für mich - ganz sommerlich! Verwendet habe ich hier die Blumen nach dem tollen Freebie von Weisnähschen. Vielen lieben DANK dafür!
Mein Sohn hat mit mir zusammen dann noch ein paar mit der Hand geschnittene Grashalme hinzugefügt:
Leider bekomme ich keine richtig guten Fotos hin! - Mit dem Fotoapparat tritt das Fliegengitter deutlich mehr in den Vordergrund als mit bloßem Auge. Aber ich denke für einen kleinen Eindruck reicht es! 
Und wo ich schon mal dabei war, zog noch "Herr Pfeiffer mit ff"  von EmmaPünktchen unten in die Ecke der Eingangstür ein. Da sitzt er nun und begrüßt und verabschiedet derzeit alle mit einem Grinsen im Gesicht beim Anblick.
Der Superheldenbaer von Treebird macht direkt am Kinderzimmer-fenster schon mal klar, wer hier das Sagen hat - an diesem Kerlchen muss man nämlich vorbei auf dem Weg zur Haustür:

Und wenn das Kinderzimmer meiner Tochter fertig ist, dann wird das Bild nach der Datei Music von Kommplott an die Balkontür ziehen. Derzeit macht sie auf der Kleiderschranktür einen kleinen Zwischenstop! 
Ehrlich gesagt hatte ich etwas Sorge, dass die Adhäsionsfolie rein optisch stören könne! Aber das ist glücklicherweise überhaupt nicht der Fall! So ist es für mich perfekt! Ich kann das Bild problemlos und rückstandsfrei von Fenster und anderen glatten Oberflächen abziehen; abordnen für später - oder alternativ direkt woanders anbringen. 
Wie ich es gemacht habe?? SO:
Man braucht: 
  • Plotter
  • Selbsklebende (Vinyl-/Oracal-) Folie (NICHT gespiegelt plotten im Gegensatz zu Flex-oder Flockfolien für Kleidungsstücke)
  • Transferfolie (sozusagen eine "Hilfsfolie", um die Klebefolie fehlerfrei vom Trägerpapier zu lösen und unbeschadet auf einen gewünschten Gegenstand zu übertragen),  
  • Adhäsionsfolie (haftet OHNE Klebstoff an allen glatten Oberflächen und kann somit rückstandsfrei und problemlos wieder abgezogen werden) und optional einen 
  • Rakel. 
 - Und los:

1. Motiv plotten und entgittern.
2. Transferfolie AUF das entgitterte Motiv aufbringen.
3. Das Motiv mit Hilfe der Transferfolie und dem Rakel
    gleichmäßig auf die Adhäsionsfolie aufbringen.    
4. Die Transferfolie vorsichtig vom Motiv abziehen.
5. Wen das Motiv AUF der Adhäsionsfolie klebt, wird noch
    zugeschnitten.
6. Adhäsionsfolie INKLUSIVE aufgeklebtem Motiv kann nun vom
    Träger abgezogen und auf glatte Flächen "geklebt" werden.  

Einen wunderschönen Feiertag Euch allen! Macht Euch ein tolles Wochenende! Mit liebsten Grüßen!

Eure Nicole

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Dienstag, 30. Mai 2017

Welt MS-Tag 2017 - Multiple Sklerose: Sein oder haben - das ist hier die Frage!

Immer und immer wieder durchläuft man mit einer chronischen Erkrankung  - wenn auch nicht dieselben  so doch sehr ähnliche - Verlaufskontrollen! MRTs, Tests der Reflexe – Test der Gehstrecke – Objektive Messmethoden von Kopf bis Fuß !
Wenn ich so die Jahre und die vielen Schübe  - 22 - Revue passieren lasse, so muss ich sagen, bin ich gelassener geworden.
Und das ist wohl der wichtigste Schritt, den ich gegangen bin!
Die ersten Jahre haben mich schlechte(re) Untersuchungsergebnisse sehr belastet und mir nicht unbedingt weitergeholfen im Umgang mit der MS. – Ganz im Gegenteil!
Es gab die Ausfallerscheinungen, die ich gemerkt habe – solche, die ich gespürt habe. Sei es die sehr kurze Gehstrecke, das komplett  fehlende Gefühl in Bauch und Rücken – oder aber das Brennen in den Füßen, die sich nicht mehr bewegende Hand etc.. Manches blieb, manches kam zur Stippvisite. Vieles hat sich wieder verbessert; manches sogar noch nach fast 2 Jahren.  
Doch hinzu kamen “Ausfallerscheinungen” von denen ich noch gar nichts wusste. Bis dato habe ich sie weder wahrgenommen, noch haben sie mich belastet! Aber die plötzliche Erkenntnis über eben diese – sozusagen aufgedeckt durch die vielen  Untersuchungen –  HAT mich belastet!!
Mittlerweile sehe ich die Ergebnisse viel gelassener und frage mich oft: MUSS DAS SEIN? Also alles???
Ein kleiner Ausflug: Früher oder später ist der Seiltänzergang oben auf der abzuarbeitenden Liste der Ärzte! Also: Augen schließen und DANN im Seiltänzergang Schritt vor Schritt eine kurze Strecke laufen. Ihr wisst schon:  Ferse an Zehenspitzen; Ferse an Zehenspitzen.  Das klappt nicht! Schon gar nicht mit geschlossenen Augen. Und? Da ist er wieder dieser Moment. Dieser leicht panische Gedanke: “Oh NEIN!!! Das kann ich auch nicht mehr!! Ich dachte ich spüre seit dem letzten Schub "nur" den Oberkörper nicht mehr....” – Plumps ! Eine Etage tiefer im Loch!
Doch aus heutiger entspannterer Sicht betrachtet: Es wäre mir jetzt wirklich lieb ihr würdet mal eben aufstehen! Möglichst weit weg von harten spitzen Gegenständen versteht sich!  Jetzt brav die Füße schon mal genau VOREINANDER aufstellen und Gleichgewicht halten nicht vergessen. Jetzt natürlich mit sich berührenden Füßen und mit GESCHLOSSENEN Augen - Arme breit -  lostraben. Und immer dran denken – Fuß an Fuß!!! Nicht einfach "nur" normale Schritte. UND? Klappte super???  – Herzlichen Glückwunsch! Du kannst auf eine Art und Weise sicher laufen, die Du Dein Leben lang nie brauchen wirst!!
- OH! NEIN?? Klappte nicht – also bei Dir auch nicht ohne Wackler?  - Willkommen! NEIN! Nicht in der MS-Selbshilfegruppe (dazu später mehr....!) – sondern vermutlich unter vielen. KEIN Mensch läuft so! Niemand!
Es ist doch eigentlich also völlig wumpe, ob ich mit geschlossenen Augen einen Fuß vor den nächsten setzen kann, oder?!
Wichtig ist doch, ob ich mit offenen Augen irgendwie von A nach B komme. - Also schnell wieder raus aus dem Loch! (Na ja! Am "schneller" arbeite ich noch; aber ich bin schon relativ flott im Vgl. zu den ersten Jahren!)
Auf einem Bein hopsen – ist das Pendant! JA! O.k.!! Das kann ich nicht! Man nennt es im Fachjargon scheinbar laut Bericht auch „rechts „verplumpt“– links nicht durchführbar“. - Aber jetzt mal ehrlich? WER bitte läuft so?! Na??!! Schon mal auf einem Bein zum Italiener gehopst??
Siehste: JA geht nicht mehr! Aber ist auch nicht wirklich ein Drama, oder würdest Du es vermissen?
Der nächste Plumps – wieder eine Etage tiefer fürs Seelenleben kommt relativ kurz danach bei den MEPs (Magnetisch evozierte Potentiale). Kurz und knapp: Da hält einem die Schwester eine Magnetspule über den Kopf oder hinter den Rücken, schließt eine Extremität noch mit irgendwelchen Kabeln an und los!  Und wenn es knallt über dem Kopf oder hinten am Rücken und kurz weh tut, dann zuckt die Extremität, die angeschlossen ist. Nein. Richtig erkannt. Nicht witzig!.... (Info an die Krankenhäuser: – Wenn Ihr sie schon macht, diese *PIEEEEP* Untersuchung – zwecks der Objektivität der Verlaufskontrolle: DANN schließt doch bitte nicht direkt beide Beine und beide Arme an, bevor ihr mit der Spule kommt! DAS ist Scheibenkleister! Da zuckt nämlich der ganze Körper – wenn er zuckt -  und man hat NULL Kontrolle! Auf `nem Hocker noch blöder!! Echt jetzt! – Sondern macht Euch die Mühe wie das KH meiner Wahl alles nacheinander zu testen! )  Noch viel weniger witzig ist es, wenn das Magnetfeld hochgedreht wird und hochgedreht wird und immer wieder mit Denkpausen bemerkt wird; “Da zuckt nichts!! - Immer noch nicht! - NEIN!  Da tut sich nichts! – Immer noch eine  Nullliunie” – Ist ja nicht so, dass man diese verbale Bestätigung noch bräuchte, wo man doch sieht, dass das Bein nur rumhängt. Genaugenommen fehlt mir diese einseitige Kommunikation dann gerade noch - was willste da auch drauf sagen?! (Ich persönlich finde diese Untersuchung  übrigens schlimmer als ALLE anderen! Die steht auf der Ebene der Zahnarztbesuche – mit dem Unterschied, dass ich dabei wenigstens noch die Möglichkeit habe zu fluchen und zu jammern  …)
Da ist er! Der nächste Fall in Richtung Loch. Tiefer als der letzte. Definitiv! Dieses Loch – dieses seelische Loch- , aus dem man von Fall zu Fall schwerer wieder rauskommt, je nach Kletterfähigkeiten.
Und so kommt einer zum anderen. Von den MRTs mal ganz zu schweigen, die mich bei einer Verschlechterung meist viel zu lange beschäftigen! Diese neue Läsion (Vernarbung)  die gefunden wird, obwohl ich so dankbar war, doch schon gefühlt monatelang stabil zu sein. BÄMM!! Und los rollt die Walze!! Diskussionen zum Mediwechsel stehen an– ran an die Eskalationstherapie! Auf zu vielen weiteren Arztbesuchen und Vorsorgeuntersuchungen WELCHE Medi aufgrund der Nebenwirkungen wie zum Teil Hautkrebs und Makulkaödemen überhaupt in Frage kommt! Das Ziel im Hinterkopf SCHUBFREIHEIT! Absolute Stabilität der MS! PUH! Hochgesetzt dieses Ziel! Wenn es zu erreichen ist, ist das toll und ich wünsche es jedem von Herzen! Doch Stop!! Ich hatte einen schwerstgradigen Verlauf! – Mit ca. 5 Schüben und jedem mal neuen Entzündungsherden im MRT po Jahr – OHNE und auch mit der ersten Basistherpaie. HEY!! Eine neue Läsion nach 2 Jahren!! Das ist doch schon ein super Erfolg!! – Oder?!?! Wo ist denn jetzt plötzlich dieser INDIVIDUELLE Einzelfall hin?!?! Diese Schubratenreduktion in MEINEM ganz persönlichen Fall muss mir doch erst mal irgendeine andere Therapie statistisch nachmachen!  - Wenn ich es so betrachte müsste ich doch eigentlich froh sein, oder?! Froh und dankbar, dass ich von 10 Schüben in 2 Jahren auf 1 runter bin, oder?! - Bin ich aber nicht; zumindest nicht direkt; weil es niemand so sieht und mir auch nicht vermittelt und mich runterholt! Ich gerate in Panik und werde von A nach B geschickt. Mit der einzigen Konsequenz, dass es mir schlecht geht! Dass es mir wieder Angst macht! Angst davor was als nächstes kommt! Angst vor dem nächsten Schub - Angst davor, was ich dann an Fähigkeiten verliere.....Dass ich Kopfkino habe und den Rollstuhl wieder auf mich zurollen sehe und und und. Dieser Moment, der die MS mit Turboantrieb wieder in mein Bewusstsein schießt – der meinen Gedanken kaum noch Platz neben der Erkrankung lässt!
Und dann frage ich mich wieder: ist das alles nötig??
NEIN! Ist es nicht!! Nicht für mich und mein Gefühl – und sollte das nicht entscheidend sein?! JA! Vielleicht ist es für die Ärzte und den Verlauf wichtig objektive und subjektive Vergleiche zu haben!! Aber das darf mich nicht zu sehr beeinflussen!! Ich MUSS lernen bei mir zu bleiben!! MICH und MEIN Gefühl mit meinem Körper ernst zu nehmen! Es ist sooo wichtig, dass man bei sich selbst bleibt! Mittlerweile wäre es mir zwar immer noch lieber das Bein würde zucken bei diesen Untersuchungen. Ich würde mich kringelig freuen, wenn da irgendwann wenigstens der kleine Zeh zuckt und das Bein nicht wie tot da hängt. KLAR!; aber wichtig ist, dass ich NACH solchen Untersuchungen mit dem vollen Bewusstsein aufstehe, dass ich alleine raus laufe! Und stolz drauf bin, DASS ich wieder alleine laufe!!! HEY!! Ich laufe wieder alleine! Niemand muss mich festhalten!!! Gut! Nicht kilometerweit! Aber Kurzstrecken klappen wieder!! DAS muss ich sehen! – Und nicht irgendwelche fehlenden Kurven; die zwar fehlen; aber letztendlich „nur“ Kurven bleiben! Die damit mit meinen Fähigkeiten und meinen Gefühlen doch eigentlich so rein gar nichts gemein haben!!!
JA! Ich laufe noch! Und solange das “bewusste Zucken” klappt,  in die Richtung in die ICH gehen will, ist doch eigentlich alles gut! Nicht jeder Weg ist der richtige! Und WENN er gegangen werden MUSS, um Verschlechterungen festzustellen, DANN ist es wichtig nicht “nur” aufgrund der Messergebnisse mit einem so viel schlechteren Gefühl wieder nach Hause zu gehen! Am Zustand an sich hat sich doch gar nichts verändert  an diesem einen Tag Kontrolle. Es fühlt sich nur so an!Das war wohl die Jahre einer der wichtigsten Lernprozesse. – Und doch gibt es immer wieder solche Situationen, wo ich mit dem Lernprozess wieder von vorne beginne. Aber es wird von mal zu mal etwas leichter! Und ich habe Unterstützung von meinem Mann; der mich oft wieder runterholt!
Ärzte könn(t)en eine Stütze dabei sein, einen erst gar nicht so tief fallen zu lassen. Zum Beispiel, wenn sie die Ergebnisse sehen, Dich bewusst noch mal eine Runde laufen lassen mit dem “schlechten” Bein – um festzustellen. “Ne! -  Geht noch! - Alles prima! In drei Monaten möchte ich sie genauso wieder sehen!” Das können sie, wenn ihnen bewusst ist, was manche Untersuchungsergebnisse für Patienten bedeuten! – Auch an Angst und Sorge. Doch dafür ist es vielleicht auch wichtig es zu vermitteln!
Vielleicht würde es helfen als Patient –vor allem nach der Diagnose jemanden zu treffen, der hilft, diesen Weg zu finden, mit dem man sich wohl fühlt.
Eine lange Zeit dachte ich, es hätte mir damals nach der Diagnose sehr geholfen mit einem Patienten /Patientin sprechen zu können. Eine die vor mir steht nach vielen Jahren MS; die trotzdem tolle Kinder hat und einem zeigt, dass das nicht das Ende ist. Denn wenn ich von mir persönlich spreche fühlte es sich so an. Mein Verlauf war schwerstgradig. Ich war in den erste zwei Jahren mehr im KH als zu Hause und schaffte keine der ersten drei Wiedereingliederungen ohne vorzeitig wieder im KH zu liegen mit dem nächsten Schub. Die Basismedikation begann, der Beruf war aufs minimum geschrumpft; der Kinderwunsch musste hinten anstehen – und körperlich und seelisch ging es mir wirklich scheiße! – Neee! Kommt! Von wegen: „Das sagt man nicht….blabla…“  DOCH! Manchmal sagt man es aus vollstem Herzen!! Es war eine scheiß Zeit! Alles andere wäre schlichtweg gelogen! Doch auch diese Zeit gehört zu mir! – Auch diese Zeit gehört wohl nach einer Diagnose schlichtweg dazu. Und sie kommt auch immer wieder! Das muss man auch nicht schönreden. Die Frage ist nur, ob man immer wieder rauskommt aus dem Loch.
Mir hätte es definitiv geholfen damals mit jemandem reden zu können, der gleiches durch hat. Eine Person, die mit Kindern an der Hand ihr Leben lebt!
Einige Male war ich in einer Selbsthilfegruppe auf Empfehlung hin, mal eine aufzusuchen! Vielleicht gibt es auch  tolle Gruppen – die auch Spaß machen und motivieren und Kraft geben!! Ich persönlich werde nicht mehr danach suchen!  Aber eine Gruppe steht und fällt mit den Menschen, die sie besuchen und diese war schlichtweg ein Satz mit X. Aber wenn ich aus dieser vorrangig negativen Erfahrung etwas positives mitnehmen möchte, dann wohl,  dass mir dort  die Augen geöffnet wurden. Denn diese Gruppe hat mich erdrückt!! Sie war geprägt von Lethargie und frei von Themen neben der MS.
Bei einem Spargelessen war für mich der  Moment erreicht, wo ich raus MUSSTE! Raus aus diesem totenstillen Zimmer! Dieser erdrückenden Stimmung! – Und ich habe diesen Raum verlassen – die Kartoffeln stehen lassen und bin gegangen! Mit meinem Mann und meiner Tochter und habe nie wieder eine Selbsthilfegruppe betreten! Doch ich denke was ich mitgenommen HABE – und was wohl das wichtigste war, was mir bewusst werden musste!
Ich wollte NIEMALS, wie so viele dort NUR NOCH MS SEIN!
Ich habe sie mir nicht ausgesucht! Aber sie ist nun mal Teil von mir! Wie ich mit ihr umgehe und welchen Anteil ich ihr an meinem Leben gebe kann ich mitentscheiden! Wenn auch mal mehr und mal weniger..... 
Mein Ziel ist es, die MS „nur“ zu haben, wie ich auch ganz viele andere Dinge in meinem Leben habe! Zumindest gebe ich mir Mühe - auch wenn es sicherlich Zeiten gibt, wo sie leider präsenter ist. 
Wenn mir jemand sagt: Stelle Dich doch mal vor!! Dann habe ich die Möglichkeit kurz und knapp mit einem rasant schnellen "Ich habe fertig!" zu sagen:
„JA! Also. Ich habe MS, beschäftige mich viel mit ihr - und zwar mit mir alleine - und Hobbys habe ich keine:  Ach ja! Ich bin jetzt 42!
ODER aber ich kann sagen:
„Ich bin 42 Jahre alt – und finde die ersten grauen  Haare wirklich richtig grausig! Ich habe eine wundervolle kleine Familie mit meinem Mann und meinen beiden Kindern, die mir das wichtigste auf der Welt sind!! Ich habe einen tollen Freundeskreis im realen und auch virtuellen Leben, den ich niemals wieder hergeben mag und für den ich sehr dankbar bin, dass sie mich so nehmen  wie ich bin und immer für  mich da sind! Mit meinen Macken und mit mal mehr und mal weniger  „Behinderungen“. Und NEIN! Ich habe keinen Freund durch die MS verloren!  Ich habe wundervolle Hobbys dezugewonnen mit dem Nähen, Sticken und Bloggen und lese total gerne! Am liebsten Krimis, die auch so richtig gruselig sein dürfen! (Ich glaube der Beruf als  Forensische Anthropologin wäre eine gute Alternative zur Logopädin und Legasthenietrainerin) Ein Hoch auf Cody Mc Fadyen! Aber Fantasy darf auch mal sein! Artemis Fowl fand ich auch toll! - Nur Romane - Romane gehen gar nicht! Gäääähn...Definitiv bin ich ein Kaffee-Junkie und ein HB-Männchen und kann mich tierisch aufregen, wenn mir was auf den Zwirn geht! Und das kann auch mal schnell gehen *zwinker*– Was andere dann komischerweise meist irgendwann ziemlich zum Lachen bringt. Grummel! Ich liebe Sommer, Sonne, Wassereis und freue mich riesig, dass es jetzt warm wird! Im Winter könntet ich mich dann am liebsten jeden Tag stundenlang mit einer Drei Fragezeichen CD in die heiße Wanne legen, bis ich nur noch rumschrumpel. Ach ja! Und ich habe MS und wenn Du mehrere Stunden mit mir verbringst, wirst Du mich öfter gähnen sehen, weil die Lady mich ständig, ständig müde macht. Und ich habe immer zu wenig Zeit! Weil ich hab da öfter mal "ne Idee" *zwinker*“. (Vorstellen wollte ich mich eh schon lange mal hier im blog! - Erledigt!)
Die erste Zeit nach der Diagnose war dem noch nicht so! Da war die MS ein riesen großer Teil von mir. Sicherlich auch ganz „normal“ und nachvollziehbar!  Alles fiel weg! Ich konnte damals nicht mehr laufen; das Fahrrad, die Inliner etc. fielen weg, der Beruf als Wiedereingliederung für ein paar Stündchen am Tag lief und fiel wieder weg – lief wieder an und fiel wieder weg. Mit dem Verlust meiner damaligen Hobbys und dem Beruf war ich mit meinen Tagesabläufen völlig überfordert und erst nicht fähig meinen Tag mit anderen Dingen zu füllen. – Irgendwie war ich „überflüssig“ und das war eine grausame Zeit! Mir ein neues Hobby zu suchen, was ich trotz der Einschränkungen machen konnte, schien unerreichbar und ich war auch zu erschlagen Kraft zu finden. Gefühlt wurde ich ständig mit Dingen konfrontiert, die  ich verloren habe. Es war eine schlimme Zeit! Und nach einer solchen Diagnose und schweren Schüben hat da jeder das Recht dazu in ein Loch zu fallen! Aber man  muss auch die Hilfe zulassen da wieder rauszuklettern! – Immer und immer wieder! – Sonst gibt man auf!
Passt auf Euch auf! Und hört auf MS  - oder welche Erkrankung auch immer - zu sein! Sie ist wirklich „nur“ ein Teil von Euch!! Ihr seid so viel mehr!! Es gibt so viel im Leben! Macht Euch auf die Suche!
Und bleibt bei Euch!! Bei Euren Gefühlen, bei Euren Fähigkeiten! Und vergesst nicht Euch über das zu freuen, was ihr alles könnt und seid!
Wir lesen uns nächstes Jahr zum Welt-MS-Tag 2018 wieder zu diesem Thema.

Mit Gruß!
Tschüssi!

Nic

PS: Das "eigentliche" Motto  der DMSG zum Welt MS Tag ist: "Alles geht, nur eben anders". Und DAS ist aus meiner Sicht schlichtweg falsch!!  - Und von daher habe ich mich gar nicht erst an diesem Thema orientiert! - NEIN! Es geht DEFINITIV nicht mehr alles! Auch nicht unbedingt anders! Manches geht eben nicht mehr! PUNKT! Aber hey! Falls jemand ne Idee hat wie ich irgendwie "anders" ohne  "funktionsfähiges linkes Bein" endlich wieder Inlineskaten kann - nur her mit Tips. Wieder mal die Skater-Night in Münster mitfahren wäre schon cool!! 
Nein! Sorry! Das Motto ist daneben. Setzen 6! Reiht sich ja prima *hier* ein.  - Und so langsam wird es schwer für die DMSG mit einem  tragbaren Zeugnis das Halbjahr abzuschließen....

Sonntag, 21. Mai 2017

Resteverwertung für untendrunter

Huiiiiii......Schwupp sind schon wieder gefühlt Wochen ins Land gegangen - OHNE neuen Blogpost. Bei mir stand ein KH-Aufenthalt an, der mich dann meist `ne Runde "ausknockt" (macht Euch keine Sorgen! Mit geht es soweit gut und ich werde von Tag zu Tag wieder fitter!)  und unsere Tochter bekommt endlich ein richtiges Kinderzimmer. Hier staubt es wild an allen Ecken und Enden vor sich hin. Die alte Küchenzeile ist raus - der Fliesenspiegel an der Wand (der dann direkt mal so knapp 3-7 cm. dicke KleberReste mit von der Wand gerissen hat - um dann eine mehr als schräge Wand zu offenbaren.....) wurde entfernt; die Fliesen auf dem Boden sind raus; Kabel wurden neu verlegt und und und. Mittlerweile ist alles verputzt und verspachtelt und Decke und Wände sind gestrichen. Die Farben durfte sich unsere Tochter alle selber aussuchen. JA! Es wird knallig bunt! Ich mag es ! *zwinker*

 - SO ganz ohne Einschränkungen veräuft so eine Renovierung ja aber nie. Und  mein Nähzimmer darf derzeit unserer Tochter als Schlafzimmer dienen und so allerhand Klamotten und Möbel  beherbergen. Die Nähmaschinen und co. sind derzeit also weder gut zu erreichen - geschweige denn, dass ein Zuschneiden irgendwie realistisch wäre. (Wo auch! Mein Zuschneidetisch ist derzeit nicht mehr zu sehen.....) Sozusagen befinde ich mich in einer kreativen Zwangspause und auf Entzug *zwinker*.
Aber ist ja nicht so, als hätte ich Euch schon alle meine Nähereien der letzten Monate gezeigt! 
Ein weiterer Schwung Reste wurde nämlich auch noch verarbeitet und ist als Unterhose in den Kleiderschrank meiner Tochter eingezogen:
Und wie mir scheint kann ich die nächste Runde Reste sammeln!  Mein Sohn ist nämlich auch einen schwung gewachsen.

Mit lieben Grüßen aus dem Chaos!! *lächel*
Nicole

PS: Verlinkt bei Nähzeit am Wochenende StoffrestepartyMade4GirlsWir machen Klar Schiff,
PS: Schnitt Ottobre 6/2016 leicht geändert.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Kunterbunte Kissenparade

Mein Mann hat zum Geburtstag im Dezember von meiner Tochter einen neuen Kissen-Bezug aus vielen liebevoll ausgesuchten Jersey-Resten bekommen - in der Größe 40x80 cm.. Es wurde zugeschnitten, aneinandergelegt - hin und her geschoben und ein wundervolles Unikat für Papi ist entstanden. Sie hat den Großteil alleine an der Overlock zusammengenäht. Natürlich gab es Hilfe mit der Knopfleiste und co. - aber die Optik ist ihr Werk:
Jetzt liegt mein Mann schon seit Monaten mit immer nur kurzen "Waschpausen" auf seinem bunten Kissen und meines war nach wie vor langweiligst unifarben! Das MUSSTE sich dringen ändern!Und somit ist mein heutiger Rums entstanden. Ein neuer Kissenbezug von mir für mich!
- Na ja...Und wo ich schon dabei war und noch ganz viele Reste übrig waren, gab es direkt für die Kinder auch noch neue Bezüge:
Jetzt werde ich gleich mal das Restechaos im Nähzimmer beseitigen! - Das werde ich nämlich wohl nie hinbekommen, dass mein Zimmer nach einer "Reste-Schlacht" in einem halbwegs betretbaren Zustand hinterlassen wird, wenn die "Werke" fertig sind *hüstel*.

Mit liebsten Grüßen!
Eure Nicole  

Verlinkt bei: Kissenparty,   Stoffresteparty Wir machen Klar Schiff, RUMSMade4Boys, Made4Girls