Samstag, 11. Juni 2016

Little Dundee - Briefe an Fritzi - Australien 6

...Hallo Zusammen! Bevor ich gleich an Little Dundee abgebe, möchte ich mich von HERZEN bei Euch für all Eure lieben und mutmachenden Kommentare und feedbacks zu meinem letzten Post bedanken!! 
DANKE!!!
Nicole
(Ps: Die Sommer-Produktion an den Maschinen läuft ;-).....)


Hallihallo Fritzi,
Australien ist sooo interessant und ich habe mal wieder einiges zu berichten.
Meine Reise ging nach dem Besuch der Pinguine-Parade in das sogenannte
"Mornington Peninsula", das liegt im Bundesstaat Victoria und gehört zu den besten Wein-Regionen in Australien. Dort habe ich Weingüter mit ihren riesigen Weinplantagen besucht

und etliches über den Anbau und die Herstellung von Wein erfahren. Guck mal wie groß die Weinfässer sind, riesig, oder?!!
Mein nächstes Ziel war dann der "Point Nepean National Park", der südlichsten Spitze des Mornington Penisula. Diese Region soll auch zu den schönsten Landschaften gehören. Schwimmen sollte man hier aber nicht unbedingt, denn es ganz viele Unterwasserfelsen und das kann ganz schön gefährlich werden. Ich habe mich deshalb für einen kleinen Spaziergang entschieden. Wegen der Hitze und den vielen Fliegen, die einem ständig ins Gesicht flogen, musste ich aber relativ schnell aufgegeben.....Das war wirklich unangenehm...Denn ich bin ja auch nicht viel größer als Du Fritzi! - Da kann so eine Fliege einem schon mal richtig groß erscheinen, wenn sie sich auf Deinen Kopf oder Arm setzt. Ich war wirklich froh, dass meine Familie auch lieber gehen wollte!
Danach ging es weiter nach "Sorrento", um von dort mit der Autofähre nach "Queenscliff" zu fahren. Die Fähre transportiert jeden Tag ganz viele Autos, Motorräder und jede Menge Passagiere 13 x täglich von der einen zur anderen Seite. 
Manchmal soll man unterwegs sogar Delfine sehen können. Scheinbar haben sie sich an diesem Tag versteckt, denn ich konnte leider keine entdecken. 
Nach Ankunft mit der Fähre verlief der Weg Richtung Torquay, der Beginn der "Great Ocean Road". Die 243 Kilometer lange Strecke bietet eine herrliche Kulisse, die entlang der australischen Südküste verläuft. Die Fahrt ist aber ziemlich anstrengend, denn es geht die ganze Zeit durch Serpentinen, da gibt es fast nur Kurven. Am besten sollte man vorher nicht so viel essen, damit einem während der Fahrt nicht schlecht wird. Deshalb habe ich mir auf der Hälfte der Strecke eine kleine Unterkunft am Meer in "Apollo Bay" gesucht und dort in einem Mobile Home übernachtet. Das ist fast wie in einem richtigen Haus, nur eben auf einem Campingplatz, das war vielleicht gemütlich.
Die zweite Etappe führte mich dann durch einen weiteren Nationalpark, dem "Otway National Park", auf dem plötzlich die Autos vor mir mitten auf der Straße stoppten. Zunächst konnte ich mir gar nicht erklären, warum. Die Leute sind ausgestiegen und schauten hoch in die Bäume. Ich wollte natürlich wissen, was der Grund war und habe es genauso gemacht. Schau ma, wen ich da oben entdeckt habe:
Und man glaubt es kaum, aber da waren Koalas in den Bäumen, in freier Natur und ein kleiner Kerl saß tatsächlich mitten auf der Straße! 
Damit hätte ich nicht gerechnet, wirklich aufregend.
Nach diesem schönen Erlebnis ging es an den südlichsten Zipfel des Parks, zum Cape Otway. Dort gibt es einen wunderschönen Leuchtturm, übrigens den zweitältesten Australiens, den gibt es nämlich schon seit 1848. 
Ich bin hinaufgeklettert, um die tolle Aussicht zu genießen. Was für ein angenehmes Gefühl und diese herrliche Meeresbrise...
Auf der weiteren Fahrt entlang der Küste entdeckte ich ein Hinweisschild zum "Treetop Walk", der ist über 600 Meter lang und befindet sich in einer Höhe von 25 Metern. Wie du mich ja kennst, bin ich sofort dort hingefahren, um durch den jahrhundertealten Regenwald zu spazieren. 
Einfach unglaublich. 
Über Hängebrücken, die auch ganz schön wackelig waren, ging es durch die riesigen Baumkronen. 
So große Bäume habe ich noch nie gesehen. Gut, dass ich schwindelfrei bin.
Das Highlight auf der Great Ocean Road waren allerdings die "Twelve Apostles". 
Das sind bis zu 60 Meter hohe, riesengroße Kalksteinfelsen, die aus dem Meer entlang der Küste herausragen und zu den berühmtesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten Australiens gehören. 
Bei Sonnenuntergang leuchten sie wunderschön. Früher hat man sie übrigens „The Sow and Pigs“ genannt, also „Sau und Schweine“. Komisch, oder? Wer sich das wohl ausgedacht hat?
Warnambool, war dann die letzte Station dieser Etappe. Der Name dieser Stadt stammt noch von den Aborigines, also den Ureinwohnern und war die Bezeichnung für einen Vulkankegel, der sich ganz in der Nähe befindet. Viele Leute besuchen diesen Ort zwischen Juni und September, um dort Wale zu beobachten, das muss einzigartig sein. 
Und weil es dort außerdem riesige Wellen gibt, wird sie auch von ganz vielen Surfern besucht. Jedes Jahr zu Ostern treffen sich hier die besten Surfer der Welt, um sich den zu fünf Meter hohen Wellen zu stellen…das würde ich mich nicht trauen!
Nun freue ich mich auf morgen, denn dann geht es nach Melbourne, eine der schönsten und beliebtesten Städte Australiens.
Ich drück dich und freu mich, dir von der weiteren Reise zu berichten!

Mit HERZLICHEN Grüßen!


Dein Little Dundee

Kommentare:

  1. Sau und Schweine ... unerklärlich und diese Koalas sind so niedlich. Hast du eigentlich auch schon welche von den vielen giftigen Tieren in Australien entdeckt? Und bitte immer Abstand halten ... LG Ingrid und schreib uns was Schönes auf Melbourne!

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  2. Ahhh, hey hey......wieder so ein Kurzurlaub für die Seele hier!!!! Wunderbar - da kann man echt für ein paar Minuten abtauchen aus dem Alltag! :-)
    Lieben Gruß
    Gisi

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