Briefe an Frizi


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Briefe von Little Dundee aus Australien
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Post aus Singapur

Lieber Fritzi,

stell dir vor, wo ich gerade bin: in Singapur! Hast du von dem Land schon einmal gehört? Es ist gaaaanz weit weg! Um genau zu sein mehr als 10.000 Kilometer! Schau dir das mal auf der Weltkarte an, wie weit es von Deutschland entfernt ist. Singapur zählt mit mehr als elf Millionen ausländischen Touristen im Jahr zu den zehn meistbesuchten Städten der Welt. Und ich war jetzt auch da!!! Toll, oder?!

Und es war richtig spannend mit einem riesengroßen Flugzeug zu fliegen!

Zuerst habe ich abends den River Walk erkundigt. Das ist eine Promenade entlang des Flusses durch Singapur, total schön. Ich habe noch nie so viele Restaurants nebeneinander gesehen! Es gibt dort Essen aus den verschiedensten Kulturen. 

In Singapur leben 5 Millionen Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen. Sie kommen aus Indien, China, Korea und vielen Ländern mehr. Puuuh, das sind ganz schön viele, denn in Münster sind es gerade mal 350.000. Das ist schon ein Unterschied.

Eines der interessantesten Gebäude in Singapur ist das Marina Bay Sands. 

Es ist ein Hotel mit 55 Etagen und ganzen drei Hoteltürmen. Es ist ganze191 Meter hoch und hat einen 340 Meter langen Dachgarten. Ein Fußballfeld ist im Vergleich 120 x 90 Meter groß. Wahnsinn, oder?!?! So ein großes Hotel habe ich noch NIE gesehen. Da gibt es 2560 Hotelzimmer.

Und weißt du was sie oben auf dem Dach haben? Einen riesigen Swimming Pool. Der ist 146 m lang - einfach unglaublich.

Wenn man mit dem Aufzug nach oben fährt, dauert es nur 19 Sekunden, das war ganz schön aufregend. Das Hotel hat mich schwer beeindruckt!

Wenn man von da oben hinunter schaut, kann man ein weiteres Wahrzeichen von Singapur sehen, die Lotosblüte.

Es ist das Art-Science Museum in der Form einer Lotusblüte, in dem man sich sehr interessante Ausstellungen ansehen kann.Leider habe ich es nicht geschafft hineinzugehen, denn es gibt hier soooo viel zu entdecken und zu erkunden. 

Singapur hat auch einen Berg, den Mount Faber. Ich bin den langen Weg hinaufgestiegen, trotz der großen Hitze. In Singapur ist nämlich tropisches Regenklima. Es ist heiß und feucht, egal ob Sommer oder Winter.


Wenn man Glück hat, kann man auf der Wanderung auch mal einem Affen begegnen, sie heißen Makaken. Die laufen hier einfach so herum und stehlen Lebensmittel. Ja, wirklich! Da kann man nicht einfach eine Banane essen…Schwupps ist sie weg! 
Ganz besonders gut gefallen hat mir der botanische Garten. Hier kann man mehr als 60.000 verschiedene Orchideen bewundern. Überall blüht es ganz bunt und es leuchtet wunderschön.



Und wenn man ganz aufmerksam ist, entdeckt man auch ganz lustige Tiere hier, schau mal wie groß die sind…


So, nun ist meine Zeit schon wieder vorbei und ich muss zum Flughafen, denn gleich fliege ich nach Australien! Und weißt du was? Australien ist NOCH weiter entfernt von Deutschland als Singapur. Du kannst dir das so vorstellen, dass Australien quasi auf der Erdkugel auf der anderen Seite von Deutschland liegt. Ich bin schon total aufgeregt, auf das Land mit den vielen Kängurus und Koalas!
Ich drücke Dich und freue mich schon, Dich nach meiner großen Weltreise wiederzusehen!



Dein Little Dundee
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Post aus Australien

G'Day Mate!

So sagt man hier in Australien "Guten Tag" zu seinen Freunden. Wirklich witzig die Australier. 
Ich bin nun also fast genau auf der anderen Seite der Erde. Australien ist sooo weit entfernt von Deutschland und Europa, nämlich mehr als 14.000 Kilometer. Der Flug ist wirklich ganz schön lang! Mehr als einen Tag und eine Nacht bin ich geflogen. Aber die lange Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt! Als Begrüßung habe ich in meinem Hotelzimmer ein Willkommenspaket gefunden.



Mit dabei waren Flip Flops, oder wie man in Australien sagt „Thongs“, die die meisten Australier hier anziehen. Für mich gab es keine. Aber das konnte ja auch keiner ahnen, dass ein so kleiner wie ich mitkommt! Aber da die Großen mich ja die meiste Zeit tragen mit meinen kurzen Beinchen, war das gar nicht schlimm! 
Ich bin nun in Canberra. Canberra ist die Hauptstadt von Australien und wirklich eine sehr tolle Stadt. Von der Größe her ist sie ähnlich wie Münster. Hier wohnen ca. 360.000 Menschen. Für eine Hauptstadt ist das eigentlich ziemlich klein. Am ersten Tag habe ich eine gaaanz lange Fahrradtour entlang des Sees gemacht, der mitten in Canberra liegt, ähnlich wie der Aasee in Münster. Der See heißt "Lake Burley Griffin".

"Lake" ist das englische Wort für "See", wusstest du das? Die Fahrradtour war wunderschön, aber auch ganz schön anstrengend. Der See ist nämlich wirklich ziemlich groß und dazu kommen dann noch die warmen Temperaturen. Die Sonne hier ist viel stärker als in Deutschland. Deshalb musste ich immer aufpassen, dass ich mich gut mit Sonnenschutz eincreme und eine Mütze trage. Hier dürfen die Kinder in den Kindergärten und Schulen nur mit einer Kopfbedeckung nach draußen, echt komisch. Und gaaanz viel Wasser trinken muss man hier auch, da man so viel schwitzt.
Nun ja, als ich dann so mit dem Fahrrad entlang des Sees gefahren bin, kam ich zu einem Park, dem "Weston Park" und weißt du was ich da entdeckt habe? Ein Känguru MIT einem Baby im Beutel!! Echt jetzt!

Ich war so aufgeregt, dass ich erst einmal fast erstarrt bin.
Wusstest Du, dass die Babys erst nach einem halben Jahr das erste Mal den Beutel ihrer Mami verlassen? Es gibt noch so vie zu lernen und zu entdecken! 
Als ich dann weiter in Richtung des Kängurus geschaut habe, habe ich nach und nach ein zweites, drittes....ja eine ganze Känguru-Familie entdeckt. Wow, wie faszinierend das war. Nun ja, leider war die Känguru-Familie eher weniger fasziniert von mir und ist langsam und friedlich..hop..hop..hop davongehopst. Hast Du mich schon entdeckt?


Ja, es sind relativ scheue Tiere und mir wurde gesagt, dass man immer sicheren Abstand halten sollte. 

Kängurus, die sich bedroht fühlen - ganz besonders wenn sie Babys haben und diese beschützen wollen - können sehr gefährlich werden, da sie ganz doll treten können. Dabei stützen sie sich auf ihren Schwanz und gleichzeitig schießen beide Beine nach vorn. Und sie sind schnell wie der Blitz, wenn sie wollen! Dann springen sie nur mit den großen Hinterbeinen, während der lange Schwanz in der Luft bleibt und zum Halten der Balance dient! So schaffen es die Kängurus bis zu 50 km/h schnell zu springen und Sprünge von bis zu 9 Metern Länge zu schaffen. Wahnsinn, oder?! Stell Dir das mal vor! Aber sie können sich natürlich auch ganz gemütlich fortbewegen. Dafür stützt sich das Känguru mit den viel kleineren Vorderpfoten UND dem großen Schwanz ab, während es die Hinterbeine nach vorne schwingt. Wenn die Hinterbeine wieder fest auf dem Boden stehen, werden die Vorderpfoten und der Schwanz wieder nachgeholt.    

Meine Känguru-Familie war ganz lieb und entspannt und ich habe sie in Ruhe weiter auf der Wiese Gras fressen lassen.

Am nächsten Tag ging es dann direkt weiter und ich bin den "Red Hill" hochgelaufen. Das ist ein 175 Meter hoher Berg. Und auch wenn sich das erstmal gar nicht so hoch anhört, es war ganz schön anstrengend da hoch zu kraxeln.

Es hat sich aber gelohnt, denn die Aussicht ist wirklich fantastisch - man kann über ganz Canberra schauen. Das war wirklich ein wunderschöner Tag in der Natur. Abends war ich auf der "Lonsdale Street". Das ist eine Straße im Stadtzentrum, wo viele Restaurants und Bars sind und auf einem kleinen Teil der Straße viele verschiedene "Food Trucks" stehen.

Das sind kleine Busse, die dort stehen und verschiedenstes Essen verkaufen - von Bratwurst über indische und chinesische Küche, da war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Da habe ich mich dann den Rest des Abends durchgefuttert. Mmmmmh lecker!
Den darauffolgenden Tag habe ich dann außerhalb von Canberra verbracht. Mit dem Auto ging es ins ca. 40 Kilometer entfernte "Tidbinbilla Naturreservat". Und auf dem Weg dorthin habe ich das NASA Space Center entdeckt, wo ich einiges über die Erforschung des Weltraums gelernt habe.

Dort stehen riesengroße Tellerantennen. Wirklich sehr interessant und informativ.
Aber dann wollte ich unbedingt weiter nach Tidbinbilla und darauf habe ich mich wirklich zu Recht unglaublich gefreut.
 

Dort konnte ich verschiedenste Tiere in der Natur beobachten. Ich habe Kängurus, Emus, Pelikane,


ja und sogar meinen ersten Koala Bären gesehen, nachdem ich wusste wo es lang geht!



Die Koalas sind nachtaktive Tiere und schlafen bis zu 20 Stunden am Tag! Hihi....Sie sind eigentlich NOCH fauler, als die Faultiere, die nur knapp 16 Stunden schlafen. Sie ernähren sich von Eukalyptuspflanzen und essen davon Rinde, Früchte und vor allem die Blätter. Und sie sind genau wie die Kängurus Beuteltiere! Wusstest Du das? Ich mag die Koalas!! 


Ach war das wunderschön und so friedlich! Aufpassen musste ich allerdings auch, da in der freien Natur natürlich auch gefährliche Tiere, wie zum Beispiel Schlangen leben. Aber ich hatte Glück und mir ist keine über den Weg gekrochen.
Nachdem ich das Reservat für einige Stunden erkundet habe (und ich hätte am liebsten noch mehr Zeit dort verbracht), machte ich mich auf den Weg zurück nach Canberra. 
Unbedingt wollte ich noch vor Sonnenuntergang den "Telstra Tower"  Fernsehturm hochfahren.


Von dem ca. 200 Meter hohen Turm, der eine der bekanntesten Wahrzeichen von Camberra ist,  konnte ich eine einmalige Aussicht genießen. 

 

Wow, so viele Eindrücke und das erst nach wenigen Tagen! Ich kann es kaum erwarten, was ich noch alles in Australien erleben werde! 
Lieber Fritzi, nun werde ich schnell ins Bett gehen, denn morgen geht mein Abenteuer weiter und ich verspreche dir, ich werde dir so schnell wie möglich wieder schreiben und dir alles berichten, damit du auf jeden Fall auf dem Laufenden bist und dann fühlt es sich auch fast so an, als wärest du mit mir hier!
Dein Little Dundee

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Liebster Fritzi!

Wow ich war in Sydney! Ja, die Stadt  mit der großen Brücke und dem berühmten Opernhaus. Ich kann es selbst kaum glauben. 

Aber nun von vorn! Also von Canberra bin ich nach Sydney gefahren. Die Fahrt dorthin dauert mit dem Auto nur 3 Stunden. In meinem Hotel im Hafen, dem "Darling Harbour", angekommen, bin ich erst einmal eine Runde spazieren gegangen und habe das Stadtzentrum erkundet. 


Das war nach der Autofahrt sehr angenehm. Sydney ist wirklich eine wunderschöne Stadt! Sie ist übrigens die größte Stadt in Australien und hat 4,6 Millionen Einwohner. Weißt du noch? Die Hauptstadt Canberra ist sehr viel kleiner.

Mitten in der Stadt habe ich den "Westfield Tower" gefunden.


Das ist ein großer Turm in einem Einkaufszentrum, er ist ganze 309 m hoch. Und wie du ja bereits weißt: ich liebe Türme und die Aussichten und habe mir die Chance natürlich nicht nehmen lassen und bin den Turm hochgefahren. Auf 251 Meter gibt es eine große Aussichtsplattform und von dort aus konnte ich wirklich ganz Sydney und sogar darüber hinaus sehen und selber feststellen, das Sydney viel, viel größer als Canberra ist! Ich hätte stundenlang dort oben bleiben und einfach nur die Aussicht genießen können, aber der Tag war leider schon fast zu Ende. Also habe ich mich wieder auf den Rückweg gemacht. 

Am Hotel habe ich dann überraschenderweise ein Feuerwerk erlebt. 

Das gibt es dort jeden Samstag zwischen September und Dezember, stell dir das mal vor! Da habe ich ganz schön Glück gehabt, das ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war! Es war beeindruckend! 

Für den nächsten Tag habe ich dann einen großen Spaziergang geplant. Ich bin im Hafen gestartet 

und dann durch das berühmte Viertel "The Rocks" gelaufen.

Nach einigen Kilometern war ich im neuen, kleinen Hafenviertel "Pier" und von dort ist sie dann auch zu sehen, die Sydney Harbour Bridge. 

Das war so eindrucksvoll, denn die Brücke ist rieeeesengroß! Mit 503 Metern Spannweite und einer Höhe von ca. 135 Metern zählt sie zu den weltweit längsten Bogenbrücken. Mit den Auffahrrampen ist sie sogar ganze 1149 m lang. Beim näheren Hinschauen habe ich gesehen, dass einige Leute sogar auf dem Brückenbogen entlanggelaufen sind.

Das hätte ich mich nicht getraut! 

Den Brückenbogen nennt man übrigens auch „Kleiderbügel“, weil er genauso aussieht - lustig, was?! 

Unter der Brücke war ein kleiner niedlicher Markt, wo verschiedenste Dinge, aber größtenteils Souvenirs verkauft wurden. Einfach eine tolle Atmosphäre bei schönem Wetter und gut gelaunten Menschen.


Nach dem Markt ging es dann weiter in den nördlichen Teil des Hafens, den "Circular Quay" und ja, da war es dann, das Sydney Opera House, das Wahrzeichen der Stadt. 


Und ich kann dir versprechen es sieht noch viiiel eindrucksvoller aus als auf Bildern! Es enthält 5 Theater und die sind jeweils noch viel größer als das Theater in Münster. Das Dach besteht aus 1.100.000 glasierten weißen Keramikfliesen und weißt du woher diese Fliesen kommen? Aus Schweden in Europa! Unglaublich, was?! 


Was ich für ein Glück habe, all diese tollen Dinge zu sehen...

Fasziniert von allem, was ich an diesem Tag wieder gesehen habe, machte ich mich auf den Weg zurück zum Hotel, denn morgen muss ich ganz früh aufstehen. Ich fliege nämlich nach Cairns, eine Stadt im Norden von Australien.

Also Fritzi, gute Nacht und bis zu meinem nächsten Brief!

Dein Little Dundee

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G'Day Fritzi!

Ich habe wieder so viel zu berichten!

Als ich von Sydney nach Cairns geflogen bin, 

ging mein Programm direkt los. 

In der Nähe vom Flughafen, dem Örtchen "Freshwater“, das übrigens übersetzt:

„Frischwasser“ bedeutet, startete ich eine Tour mit der historischen Eisenbahn vom Tal aus hoch in den kleinen Ort "Kuranda". 


Die Bahnfahrt war sehr erlebnisreich, denn wir haben uns durch Berge geschlängelt und fuhren an Wasserfällen vorbei.  

Angekommen, habe ich den Ort etwas erkundet. Kuranda ist ein Ort, wo Aborigines wohnen, das sind die Ureinwohner Australiens. Ich habe kleine Kinder gesehen, die Didgeridoo gespielt haben. Weißt du was ein Didgeridoo ist? Es ist ein traditionelles Blasinstrument der Aborigines, das aus einem Eukalyptusstamm angefertigt wird. 


Es sind sehr interessante Töne, die dieses Musikinstrument erzeugt.

Weiter durch den Ort habe ich dann einen kleinen Tierpark gefunden und weißt du was ich da gemacht habe? Ich habe einen Koala geknuddelt! 


Ja wirklich! Ich durfte einen Koala anfassen! Der war vielleicht weich und kuschelig! Außerdem habe ich Kängurus gefüttert und Krokodile habe ich auch gesehen,


aber die waren zum Glück hinter einer Absperrung.  

Und viele tolle andere Tiere! Ich hätte stundenlang bleiben können und die vielen Tiere beobachten!


Zurück ging es dann nicht mit der Eisenbahn, 
sondern mit der "Skyrail", einer Seilbahn.

Da bin ich 7,5 km  hinweg über den Regenwald, nur wenige Meter über den Baumwipfeln, am Wasserfall vorbei zurück ins Tal gefahren. Es war einfach traumhaft schön und so friedlich. 

Von dort bin ich ins Stadtzentrum von Cairns gefahren. Cairns ist ein kleiner touristischer Ort direkt am Meer. Es gibt eine ganz lange Strandpromenade, die zu einem schönen Abendspaziergang eingeladen hat.

Dort habe ich dann eine Gruppe Māori getroffen, die Haka getanzt haben.

Haka ist ein ritueller Tanz in Neuseeland, der von den Einheimischen zur Begrüßung von Gästen aufgeführt wird. Er wird aber auch zur Einschüchterung von Gegnern vorgetragen, z. B. vor einem Rugby-Spiel. Dabei machen die Tänzer ganz gruselige Grimassen und Geräusche…schon komisch, so etwas gibt es bei uns nicht. Am nächsten Tag war mein Ziel der "Dain-tree Rainforest",


der älteste Regenwald der Welt, der ist riesengroß, nämlich 772 km2. Auf dem Weg dorthin habe ich in den Städten Port Douglas und Mossmann Halt gemacht, um Fotos zu machen und die einzigartige Szenerie zu genießen.


Dann ging es weiter in den Ort "Daintree Village", wo ich ganz abgelegen in einem Holzhaus auf Stelzen "Jaramali", mitten im Regenwald übernachtet habe.


Da ich im Dunkeln dort angekommen bin, hat mir der nächste morgen eine große Überraschung beschert, denn die Aussicht war einfach unbeschreiblich. Ich konnte vom Balkon des Hauses den Regenwald überblicken und man hat nichts gehört außer das Zwitschern der Vögel und das Zirpen der Grillen.

Einfach genial, diese Friedlichkeit und pure Natur.

Dann ging mein Programm auch schon weiter und das bedeutet mit dem Auto auf eine kleine Fähre, damit einen Fluss überqueren, aus dem Regenwald raus und dann eine 10 Stunden lange Autofahrt nach "Airlie Beach". Airlie Beach ist ein kleiner Ort am Meer, wo viele Rucksack-Touristen Urlaub machen, denn von hier aus kann man ganz wunderbar mit dem Boot raus zum "Great Barrier Reef", einem unvorstellbar großen Korallenriff entlang der Ostküste Australiens, fahren. Und rate mal, was ich übermorgen mache? Genau das! Ich bin schon so aufgeregt!

Ich drück dich, Dein Little Dundee

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Hallo lieber Fritzi!

Ich bin's mal wieder :-). Du wirst es dir bei meinem ereignisreichen Urlaub bestimmt nicht vorstellen können, aber ich habe doch tatsächlich einen entspannten Tag am Pool verbracht und einfach mal gefaulenzt.


Nach der ganztägigen Autofahrt vom Regenwald nach Airlie Beach, habe ich am Pool gelegen und einfach nur die Sonne genossen. Von dort aus konnte ich sogar das Meer sehen. Herrlich, einfach mal die Seele baumeln zu lassen und Zeit damit zu verbringen, die unzähligen Eindrücke zu verarbeiten. Außerdem habe ich den Tag gebraucht um Energie anzusparen, denn wie in meinem letzten Brief angekündigt, ging es am nächsten Tag ab auf's Boot zum Great Barrier Reef! Das  liegt an der Nordostküste Australiens und ist das größte Korallenriff der Erde. Es wird sogar als eines der sieben Weltwunder der Natur bezeichnet. Das war vielleicht ein Abenteuer.

Wir sind mit einem riesigen Schlauchboot, das den Namen "Thunderstruck" oder „Wie vom Blitz getroffen“ hatte, raus aufs Meer gefahren. Oh war das eine Tour! Wir waren alle pitschnass, weil wir so rasend schnell unterwegs waren. 

Hat das Spaß gemacht!

Der erste Stopp war die Insel „Tongue Bay“, die zu den "Whitsunday Islands" gehört und die größte dieser Inselgruppe ist. 

Die  "Whitsunday Islands" bestehen aus insgesamt 74 Inseln und nur auf 17 davon leben auch Menschen. Unglaublich, was?! Ich habe noch niemals so ein atemberaubendes türkisfarbenes Wasser gesehen, umgeben von dem weißesten Sand, den man sich nur vorstellen kann. 

Ich hätte nie geglaubt, dass es so etwas wirklich gibt. Stundenlang bin ich am Wasser entlang gelaufen und habe die Natur bewundert. Danach ging es weiter zum Korallenriff, wo wir dann Schnorcheln gegangen sind. Doch bevor es ins Wasser ging, mussten wir uns zunächst einen Neoprenanzug anziehen, der uns vor der Kälte schützen sollte. Und eine Taucherbrille durfte natürlich auch nicht fehlen, damit wir unter Wasser auch genug sehen konnten.


Ich habe ganz viele, bunte Fische in den schönsten Farben und riesige Korallen gesehen. Man muss ganz doll aufpassen, dass man die Korallen nicht berührt, denn es kann nicht nur ziemlich wehtun, sondern man würde auch den Schutzfilm der Korallen zerstören. 
Leider habe ich keine Meeresschildkröte gesehen, die gibt es nämlich hier auch. Und wenn man ganz viel Glück hat, kann man zwischen Mai und September sogar Buckelwale beobachten, die dann zum Kalben hierher kommen. Das muss ein ganz besonders schönes Erlebnis sein.Ich glaube diesen Tag werde ich niemals vergessen und  man kann gar nicht in Worte fassen wie wunderschön dieses Fleckchen Erde ist. Am nächsten Tag ging es dann auf den langen Weg zurück nach Cairns. Um die Autofahrt etwas aufzulockern, haben wir in Townsville einen Zwischenstopp eingelegt und sind hinauf auf den "Castle Hill Lookout", einem Aussichtspunkt auf einem kleinen Berg, gefahren.


Townsville wird häufig auch als Gartenstadt bezeichnet und von da oben betrachtet sieht man auch wie schön grün es überall ist. Rund um diese Stadt gibt es auch ein riesiges Zuckerrohranbaugebiet, unendlich viele Felder gibt es hier. Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt wenn etwas schön ist... Morgen geht es zurück nach Sydney und von dort startet mein nächster Roadtrip.

Bis ganz bald,

Dein Little Dundee 
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Huhuu Fritzi,

stell dir vor, ich habe gerade Pinguine gesehen, und zwar tausende!

Aber ich fange besser von vorn an. Also als ich von Cairns zurück nach Sydney geflogen bin, war mein Plan von dort die Küste entlang Richtung Melbourne zu fahren. Du kannst ja mal auf der Karte schauen, ob du es findest. 

Mein erster Zwischenstopp auf dieser Route war der Ort "Kiama", ca. 120 km südlich von Sydney. Bei der Ortsdurchfahrt fielen mir ganz viele alte historische Autos und Motorräder auf.Und dann wusste ich auch warum…Am Meer war eine riesige Oldtimer-Show. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.  
Jeder Besitzer hatte sein Fahrzeug fein herausgeputzt, denn für den schönsten Oldtimer gab es einen großen Preis und einen Pokal. 
Kiama hat aber noch andere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. einen tollen Leuchtturm:
Aber weißt Du was wir noch gesehen haben??? Das berühmte „Blowhole“, ein sogenanntes "Blasloch".
Durch die ungewöhnliche Felsformation wird die Brandung manchmal durch das Loch gedrückt und schießt dann mit riesigen Fontänen hoch in die Luft, ein echt seltenes Naturschauspiel.

Das Kiama Blowwhole ist wahrscheinlich sogar das größte der Welt!

Mein Mittagessen hatte ich in einem kleinen Fish & Chips Imbiss und du wirst nicht glauben, wer mir dort über den Weg gelaufen ist: ein Pelikan!

Ja, du hast richtig gelesen, "Lizzy", ein Pelikan. Mir wurde erzählt, dass sie häufig zu Besuch in den kleinen Imbiss kommt, in der Hoffnung etwas Fisch abzustauben und sozusagen als "kleiner Dauergast" dann auch einen Namen bekam. Witzig oder? 

Dann ging es weiter nach "Pebbly Beach", das ist ein kleiner Campingplatz direkt am Meer.

Das Besondere an diesem Strand ist, dass dort Kängurus am Strand rumhüpfen und man konnte sie sogar streicheln.

Zudem flogen auch überall kleine Papageien herum. Die waren ganz zahm und kamen angeflogen um sich kraulen zu lassen. 

Glaubst du, dass es so etwas in Deutschland auch gibt? Ich glaube nicht, ich habe es jedenfalls noch nie erlebt. 

Danach haben wir in "Bateman's Bay" übernachtet. Das ist ein kleiner idyllischer Ort, wohin viele Menschen aus Canberra ziehen, wenn sie nicht mehr arbeiten müssen, denn es liegt nur 160 km von dort entfernt.

Aber auch ganz viele junge Familien lieben diesen Ort, der eine gewisse Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.

Ja und heute Morgen ging es dann weiter Richtung "Phillip Island", das ist eine kleine Insel, die für seine Pinguine bekannt ist. Tausende Pinguine übernachten hier in den Dünen, um am nächsten Tag wieder hinaus aufs offene Meer zu schwimmen und zu jagen. Nach Sonnenuntergang kommen dann alle gemeinsam wieder. Dieses Naturschauspiel hat sich zu einem großen Spektakel und Highlight für Touristen entwickelt, sodass jeden Abend hunderte Menschen sich auf den Weg machen, um das Geschehen der Pinguin-Parade beobachten können. 

Das war wirklich zu niedlich wie die kleinen Pinguine nach und nach am Strand angeschwemmt wurden und dann friedlich in ihren Unterschlupf in den Dünen gewatschelt sind. Leider darf man sie nicht fotografieren, denn jedes Licht stört die kleinen Tiere und ist strikt verboten.

Ich werde nun auch Richtung Traumland watscheln, denn morgen warten sicher viele neue Abenteuer auf mich!

Schlaf schön!

Dein Little Dundee 

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Hallihallo Fritzi,

Australien ist sooo interessant und ich habe mal wieder einiges zu berichten.

Meine Reise ging nach dem Besuch der Pinguine-Parade in das sogenannte "Mornington Peninsula", das liegt im Bundesstaat Victoria und gehört zu den besten Wein-Regionen in Australien. Dort habe ich Weingüter mit ihren riesigen Weinplantagen besucht 
und etliches über den Anbau und die Herstellung von Wein erfahren. Guck mal wie groß die Weinfässer sind, riesig, oder?!!

Mein nächstes Ziel war dann der "Point Nepean National Park", der südlichsten Spitze des Mornington Penisula. Diese Region soll auch zu den schönsten Landschaften gehören. Schwimmen sollte man hier aber nicht unbedingt, denn es ganz viele Unterwasserfelsen und das kann ganz schön gefährlich werden. Ich habe mich deshalb für einen kleinen Spaziergang entschieden. Wegen der Hitze und den vielen Fliegen, die einem ständig ins Gesicht flogen, musste ich aber relativ schnell aufgegeben.....
Das war wirklich unangenehm...Denn ich bin ja auch nicht viel größer als Du Fritzi! - Da kann so eine Fliege einem schon mal richtig groß erscheinen, wenn sie sich auf Deinen Kopf oder Arm setzt. Ich war wirklich froh, dass meine Familie auch lieber gehen wollte!

Danach ging es weiter nach "Sorrento", um von dort mit der Autofähre nach "Queenscliff" zu fahren. Die Fähre transportiert jeden Tag ganz viele Autos, Motorräder und jede Menge Passagiere 13 x täglich von der einen zur anderen Seite.

Manchmal soll man unterwegs sogar Delfine sehen können. 
Scheinbar haben sie sich an diesem Tag versteckt, denn ich konnte leider keine entdecken. 

Nach Ankunft mit der Fähre verlief der Weg Richtung Torquay, der Beginn der "Great Ocean Road". Die 243 Kilometer lange Strecke bietet eine herrliche Kulisse, die entlang der australischen Südküste verläuft. Die Fahrt ist aber ziemlich anstrengend, denn es geht die ganze Zeit durch Serpentinen, da gibt es fast nur Kurven. Am besten sollte man vorher nicht so viel essen, damit einem während der Fahrt nicht schlecht wird. Deshalb habe ich mir auf der Hälfte der Strecke eine kleine Unterkunft am Meer in "Apollo Bay" gesucht und dort in einem Mobile Home übernachtet. Das ist fast wie in einem richtigen Haus, nur eben auf einem Campingplatz, das war vielleicht gemütlich.

Die zweite Etappe führte mich dann durch einen weiteren Nationalpark, dem "Otway National Park", auf dem plötzlich die Autos vor mir mitten auf der Straße stoppten. Zunächst konnte ich mir gar nicht erklären, warum. Die Leute sind ausgestiegen und schauten hoch in die Bäume. Ich wollte natürlich wissen, was der Grund war und habe es genauso gemacht. Schau mal, wen ich da oben entdeckt habe:

Und man glaubt es kaum, aber da waren Koalas in den Bäumen, in freier Natur und ein kleiner Kerl saß tatsächlich mitten auf der Straße!

Damit hätte ich nicht gerechnet, wirklich aufregend.

Nach diesem schönen Erlebnis ging es an den südlichsten Zipfel des Parks, zum Cape Otway. Dort gibt es einen wunderschönen Leuchtturm, übrigens den zweitältesten Australiens, den gibt es nämlich schon seit 1848. 

Ich bin hinaufgeklettert, um die tolle Aussicht zu genießen. Was für ein angenehmes Gefühl und diese herrliche Meeresbrise...

Auf der weiteren Fahrt entlang der Küste entdeckte ich ein Hinweisschild zum "Treetop Walk", der ist über 600 Meter lang und befindet sich in einer Höhe von 25 Metern. Wie du mich ja kennst, bin ich sofort dort hingefahren, um durch den jahrhundertealten Regenwald zu spazieren. 

Einfach unglaublich. 

Über Hängebrücken, die auch ganz schön wackelig waren, ging es durch die riesigen Baumkronen.

So große Bäume habe ich noch nie gesehen. Gut, dass ich schwindelfrei bin.

Das Highlight auf der Great Ocean Road waren allerdings die "Twelve Apostles". 


Das sind bis zu 60 Meter hohe, riesengroße Kalksteinfelsen, die aus dem Meer entlang der Küste herausragen und zu den berühmtesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten Australiens gehören.


Bei Sonnenuntergang leuchten sie wunderschön. Früher hat man sie übrigens „The Sow and Pigs“ genannt, also „Sau und Schweine“. Komisch, oder? Wer sich das wohl ausgedacht hat?


Warnambool, war dann die letzte Station dieser Etappe. Der Name dieser Stadt stammt noch von den Aborigines, also den Ureinwohnern und war die Bezeichnung für einen Vulkankegel, der sich ganz in der Nähe befindet. Viele Leute besuchen diesen Ort zwischen Juni und September, um dort Wale zu beobachten, das muss einzigartig sein.


Und weil es dort außerdem riesige Wellen gibt, wird sie auch von ganz vielen Surfern besucht. Jedes Jahr zu Ostern treffen sich hier die besten Surfer der Welt, um sich den zu fünf Meter hohen Wellen zu stellen…das würde ich mich nicht trauen!

Nun freue ich mich auf morgen, denn dann geht es nach Melbourne, eine der schönsten und beliebtesten Städte Australiens.

Ich drück dich und freu mich, dir von der weiteren Reise zu berichten!

Mit HERZLICHEN Grüßen!


Dein Little Dundee


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G'Day Fritzi!

Jetzt neigt sich meine Australienreise dem Ende zu. Wirklich schade, aber ich freue mich auch schon sehr auf dich! Und nun erzähle ich dir erst einmal von meinen letzten Tagen.

Also wie gesagt, von Warnambool ging es erst einmal zurück nach Torquay. Torquay ist nämlich unter Surfern sehr beliebt, wegen der tollen Wellen, die sind manchmal bis zu 5 Meter hoch. Da hab ich mir dann die Surf-Künste angeschaut. Und ich kann dir sagen, die hatten wirklich ganz schön Talent! Immer und immer wieder suchen die Surfer nach der perfekten Welle…und wenn sie dann da ist, springen sie blitzschnell auf ihr Board und genießen das Gleiten über dem Meer, das stell ich mir ganz schön anstrengend vor!

Genug gefaulenzt, ging es dann weiter nach Melbourne, das ist die Hauptstadt im Bundesstaat Victoria. 


Es ist die zweitgrößte Stadt in Australien, hier leben 4,25 Millionen Menschen…...kaum vorstellbar!


Am Nachmittag habe ich einen Spaziergang durch die Stadt und am Fluss entlang gemacht. Ja, es fließt ein Fluss durch Melbourne, der "Yarra River", der ist 242 km lang und die Aborigines nannten ihn früher „Birrarung“, lustig was?!
Entlang des Flusses haben sich einige Restaurants und Bars angesiedelt, was der Stadt eine sehr gemütliche Atmosphäre gibt. 

Am nächsten Tag bin ich mit der historischen Straßenbahn, der „City Circle Tram“ um das ganze Stadtzentrum herumgefahren und man glaubt es kaum, aber es ist kostenlos! Wirklich! Umsonst! Die Straßenbahn fährt an allen wichtigen Punkten der Stadt vorbei. hast Du mich schon entdeckt??


Während der Fahrt erklärt eine Stimme aus dem Lautsprecher etwas zu den Sehenswürdigkeiten. Man kann ganz entspannt lauschen und etwas über Melbourne erfahren. Manchmal rumpelt die Tram zwar ganz schön, aber das hat mir gerade besonders viel Spaß gemacht. An allen Stationen hat man die Möglichkeit ein- oder auszusteigen, das nennt man auch „hop on hop off“ Tour. Wirklich ein tolles Erlebnis!

Dann ging es wieder einen Turm hoch und zwar den "Eureka Tower", mal wieder eine einzigartige Aussicht. Das Gebäude hat 91 Stockwerke und ist 297 m hoch, damit ist es das höchste Gebäude in Melbourne und das zweithöchste Wohngebäude Australiens. 


Hier oben gibt es sogar einen Briefkasten, den höchsten Briefkasten Australiens, schau mal!


Weiter ging es dann nach "St. Kilda", einer der beliebtesten Stadtviertel Melbournes, wo ich zufälligerweise abends auf einer After-Race-Party des Melbourne Cups gelandet bin. Der Melbourne Cup ist eines der wichtigsten Sport-Ereignisse Australiens, ein Pferde-Rennen, zu dem mehr als 100.000 Zuschauer anwesend sind. Einfach unfassbar. Auf der Party waren die Leute alle ganz schick gekleidet und die Frauen hatten alle einen sehr interessanten Kopfschmuck, sogenannte "Fascinator". 


Eine richtige Hutparade. So einen solltest du mal aufprobieren!

Wie du dir sicher denken kannst, ist es jetzt ganz schön spät, also ab ins Bett und dann sind es wirklich nur noch wenige Tage bis ich wieder bei dir zuhause bin.   

Ich freue mich schon!

Dein 

Little Dundee


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Liebster Fritzi,

dieses wird mein letzter Brief an dich von meiner Abenteuerreise durch Australien sein, denn dann bin ich wieder zurück in Deutschland! Auch wenn ich traurig bin, dass die Zeit so schnell vergangen ist, freue ich mich schon, dich wiederzusehen und endlich wieder in meinem eigenen Bettchen zu schlafen.

Meine letzten Tage verliefen wie folgt:

Von Melbourne aus ging es durch das Landesinnere zurück nach Canberra. Das war wieder eine ganz schön lange Strecke, über 600 km musste ich zurücklegen. Auf dem Weg gab es nur ganz wenige, kleine Orte und ansonsten nur Felder und Wiesen. Schau mal:

Als ich in Canberra ankam, hat es sich fast wie Zuhause angefühlt. Vielleicht lag es daran, dass ich die Stadt nun schon etwas kannte. Oder vielleicht, weil Canberra fast genauso groß ist wie Münster. Oder vielleicht weil es die erste Stadt war, die ich in Australien besucht habe. Wahrscheinlich ein bisschen von allem. Hier habe ich mich dann mit meinen besten Freunden getroffen, um einen netten Abend zu verbringen.

Mein letztes Ziel war wieder Sydney, denn von dort startet der Rückflug. Da ich dort noch etwas Zeit hatte, habe ich noch schnell einen Abstecher zum "Bondi Beach", Australiens berühmtesten Strand, gemacht. 
Er liegt 7 km östlich vom Stadtzentrum entfernt. Der Strand ist neben dem Sydney Opera House und der Sydney Harbour Bridge der am dritthäufigsten aufgesuchte Ort in Sydney. Und wie so viele Strände in Australien, zählt er zu den bekanntesten Surfregionen. 
Surfen lernt man hier schon als kleines Kind und überall gibt es Surfschulen. So wie Kinder im Münsterland das Fahrradfahren lernen, werden Australiens Kinder auf das Surfbrett gestellt. Aber eins sag ich dir, ins Wasser bin ich nicht gegangen, denn du kannst dir nicht vorstellen wie hoch die Wellen zwischendurch waren. 

Aber es war wunderschönes Wetter und so konnte ich die vielen Surfer beobachten.

Ja und nun sitze ich im Flughafen in Sydney und warte auf meinen Rückflug. Dabei werden wir noch einen Zwischenstopp in  Dubai machen. Dubai ist die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate, sie liegt am Persischen Golf. Die Männer dort tragen lange weiße Gewänder, sie heißen Thawb und auf dem Kopf haben sie ein weißes oder rotweiß kariertes Tuch, die Guthra. 
Die Frauen haben teilweise sogar Gewänder, die den ganzen Körper bedecken, hier sieht man nur noch die Augen, das stelle ich mir ganz schön unangenehm vor, denn im Sommer sind dort auch schon mal Temperaturen über 40° C.

Im Flughafen in Dubai hatte ich auch noch viel Spaß und konnte mich auf die letzte Etappe des Rückfluges vorbereiten.
Ich kann noch gar nicht fassen, was ich alles erlebt habe, insgesamt bin ich ca. 6000 Kilometer gefahren 
und viele tausend Kilometer geflogen! 

Und die einzigartige Natur und Tierwelt auf meiner Reise war einfach unbeschreiblich. Aber eines weiß ich ganz genau, nach Australien möchte ich unbedingt nochmal hin, denn ich habe erst einen kleinen Teil dieses wunderschönen Kontinents gesehen…und es gibt noch sooo viel mehr zu entdecken! Vielleicht können wir ja irgendwann mal zusammen dorthin fliegen? Darauf freue ich mich schon jetzt. Aber jetzt freue ich mich auf Zuhause!
Lieber Fritzi, ich hoffe dir haben meine Briefe gefallen und du konntest einen ersten Eindruck über Singapur und besonders Australien gewinnen!

In wenigen Stunden bin ich zurück,

Dein Little Dundee 

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Briefe von  Snick aus Australien - Travel and work
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Hallo Fritzi,
nachdem ich die vielen wundervollen Briefe und Fotos von LittleDundee und seiner Zeit in Australien gelesen habe, wurde die Vorfreude auf mein halbes Jahr  Work and Travel in Australien immer größer!

Seit nun fast drei Wochen bin ich jetzt schon in Australien und reise von Cairns, der Backpacker-Stadt im Norden von Queensland, Richtung Süden. 
Zuerst habe ich die Wanderwege im tropischen Regenwald in der Umgebung von Cairns genossen. 
Fast habe ich die kleine Eidechse übersehen!
Dieser "Curtain fig tree " hat mich sehr fasziniert.  
Der Curtain Fig Tree ist eine Würgefeige der Art Ficus. Diese Würgefeigen keimen in den Kronen anderer Bäumen und bilden dann Wurzeln aus um den Boden zu erreichen. Sobald die Wurzeln den Boden erreicht haben, wachsen  die Feigen immer schneller und die Wurzeln - die frei in der Luft hängen - werden immer dicker und vernetzen sich.  Bei einem Curtain Fig ist der Wirtsbaum während dieses Prozesses allerdings gekippt, sodass die Luftwurzeln mit bis zu 15 Metern Länge wie ein Vorhang Richtung Boden wachsen. Faszinierend, oder?
Schau Dir dieses Bild mal ganz genau an! 
Weißt Du was da hängt? Guck mal ganz genau hin! Und??? - Das sind Flughunde! Echt jetzt!! Ich konnt es auch erst nicht glauben, als ich nach oben blickte! Sie sind Säugetiere und stellen die  größten Fledertierarten dar. Die größten Flughunde können eine Flügelspannweite von bis zu 170 Zentimetern erreichen. Wahnsinn, oder?!! Manche Arten haben sogar eine Kopfrumpflänge von bis zu 40 Zentimetern! Sie sind  dämmerungs- oder nachtaktiv. Abends beim Sonnenuntergang schwärmen sie leise aus und gehen auf die Jagd. Bei der Nahrungssuche legen sie  oft weite Strecken zurück auf der Suche nach Pflanzen, Früchten und Samen. Sie ernähren sich nämlich rein vegetarisch und tagsüber schlafen sie dann kopfüber hängend und ruhen sich aus. Im Gegensatz zu unseren Fledermäusen findet man Flughunde oft auf Bäumen hängend. Unsere Fledermäuse orientieren sich ja per Echoortung  - aber die Flughunde haben richtig gute Augen und einen ausgezeichneten Geruchssinn und sie halten keinen Winterschlaf! Erst dachte ich sie seien den Fledermäusen sicher sehr ähnlich!
Manche Wanderung wurde sogar zur wahren Kletterpartie, die aber immer mit einer atemberaubenden Aussicht oder einem erfrischenden Bad im Wasserfall belohnt wurde. 
So manch bunter Vogel oder Moschusrattenkänguru ist mir dabei über den Weg gelaufen. Schau Dir mal dieses Buschhuhn an, wie knallig bunt der Kopf aussieht:
Natur pur! 
So viele Tiere habe ich schon entdeckt! Auch eine Australische Wasseragame:
Ehrlich? Ich weiß gar nicht mit welchen Fotos und Erlebnissen ich anfangen soll! Es gibt sooo viel zu erzählen Fritzi! Sooo viele Bilder, die ich Dir zeigen will!  

Auf meiner Reise entlang der Küste bin ich an einsamen Stränden und kleinen, sowie großen Städten vorbei gekommen.
In Hervey Bay blieb ich sogar ein paar Tage länger und dass nicht nur wegen des traumhaften Strandes direkt am Campingplatz. 
Zwar habe ich die Dingos auf Fraser Island, der großen Insel vor der Küste von Hervey Bay, nicht besucht. - Dafür konnte ich aber die Buckelwale vor der Küste aus nächster Nähe vom Boot aus beobachten:
Momentan haben die etwa 11 m langen, weiblichen Wale ihre Jungtiere dicht an ihrer Seite. Allein die Kleinen wirken schon riesig. Beeindruckend ist es dann, wenn die Mutter direkt neben dem Boot auftaucht. 
Insgesamt vier Stunden waren wir auf dem Meer. Genug Zeit um das perfekte Foto zu schießen. Denn wie bei allen anderen Passagieren hieß es bei mir auch, Kamera auf Serienaufnahme stellen und los. Mit der untergehenden Sonne im Rücken, einem Lächeln im Gesicht und vielen Fotos im Gepäck ging es dann in den Hafen zurück. Mit Stolz kann ich dir nun mein Ergebnis präsentieren. 
Der nächste Tag sollte dann etwas sportlicher werden. Unter den unzähligen Wassersport-Aktivitäten habe ich mir das Segeln auf einem Katamaran ausgesucht. An meinen Segelschein, den ich vor sehr, sehr langer Zeit auf einen kleinen Boot auf dem See gemacht habe, erinnerst du dich bestimmt noch. Nun ja, einen Schein braucht man hier wohl nicht zum Segeln und nach einer kurzen Einweisung über Windrichtungen und Wendungen mit und gegen den Wind ging es auch schon auf den etwas größeren See, den Pazifischen Ozean. Erst ganz vorsichtig, langsam und in Strandnähe habe ich mich mit den Katamaran vertraut gemacht. Schließlich befand ich mich ohne professionelle Hilfe auf dem Meer, was zunächst ein mulmiges Gefühl in mir ausgelöst hat. Doch nach kurzer Zeit und mit super Wind wurde die Entfernung größer und das Tempo angezogen. Mit stramm im Wind liegenden Segeln bin ich über die Wellen gedüst. Immer mit dem Ziel möglichst viel Wasser aufs Boot zu spritzen, um ordentlich nass zu werden. Vor lauter Spaß und ohne Uhr wurde aus einer Stunde Leihfrist eineinhalb Stunden und das habe ich dann auch in den Armen gespürt. Denn das Segel die ganze Zeit stramm im Wind zu halten, geht ganz schön auf die Muskeln. 
Heute habe ich Hervey Bay verlassen und bin nach 3 ½ stündiger Fahrt in Brisbane angekommen. 
Nach all‘ der Natur und den einsamen Stränden wirkt die Millionenstadt umso größer und lebhafter. Zum Glück gibt es hier auch viele Parkanlagen, in denen ich entspannen und über Märkte schlendern kann. Ich bin gespannt, wohin mich meine Reise noch so bringen wird. Ich werde dich auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Ganz liebe Grüße und bis bald,

dein Snicki *****************************************************
Hallo Fritzi,
beim letzten Mal habe ich dir vom Beginn meiner Australien-Reise von Cairns bis nach Brisbane berichtet. Heute kann ich dir viele neue Geschichten erzählen, denn in den letzten vier Wochen habe ich das wahre Country-Leben Australiens kennengelernt. Als Woofer, also als freiwillige Arbeitskraft auf einer Farm in der Nähe von Beaudesert, südlich von Brisbane, konnte ich in alle Bereiche des Farmalltages reinschnuppern und tatkräftig mit anpacken. Hier siehst DU das Strandhaus des Farminhabers:
Shamrockvalefarms (übersetzt Kleeblatt-Talfarm) ist eine 1600 Hektar große Farm, die sich hauptsächlich mit der Rinderzucht, dem Getreideanbau und dem Pferdesport beschäftigt. 
Am ersten Tag wurde ich direkt gefordert. Im australischen Frühling werden mit Absicht Buschfeuer gelegt. Du hast richtig gelesen. Die Farmer legen selbst Feuer auf ihren Feldern und das mit gutem Grund. Selbst gelegte Buschfeuer werden in bestimmte Richtungen gelenkt, um sie unter Kontrolle zu halten. Hier war meine Wenigkeit gefragt. Ich wurde in die Bedienung des Traktors eingewiesen und sollte nun Erde aufhäufen, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten können. Während ein etwa 200 Fußballfelder großes Feuer für Australier scheinbar zum Sommeranfang dazu gehört, habe ich mich, teilweise von Flammen umzingelt, nicht ganz so wohl gefühlt. Nachdem mir die Farmer erklärt haben, dass diese kontrollierten Buschfeuer das alte und trockene Gras in nährstoffreiche Asche für neue und grüne Pflanzen verwandeln und so das Risiko eines unkontrollierten Buschbrandes deutlich gesenkt wird, konnte auch ich mich mit dem Feuer anfreunden. Der Tag fing um sieben Uhr in der Früh an und bis das Feuer einigermaßen heruntergebrannt war, vergingen einige Stunden im Qualm. Erst nach vier Tagen war kein Rauch mehr zu sehen und das Feuer komplett erloschen. Mit Stolz kann ich nun sagen, dass ich am ersten Tag einen großen Teil der Farm abgebrannt habe. *zwinker*.....Auf dem Foto siehst du einen kleinen Ausschnitt der abgebrannten Fläche. Ganz hinten in der Mitte!
Wenn wir nicht gerade Feuer legen, fängt der Tag morgens mit Hühner aus dem Stall lassen und füttern an. Eier einsammeln nicht vergessen. 
Danach sind die Pferde an der Reihe, die ebenfalls bereits hungrig sind. 
Auch die Rinder wollen gefüttert werden und dafür geht es mit dem Traktor auf die Weide!
Wenn die Tiere alle versorgt sind, muss der Obst- und Gemüsegarten  kontrolliert - und die Sprinkler-Anlage angestellt werden. Denn die Pflege der Gemüsepflanzen fällt allein in meine Verantwortung und dieser stelle ich mich gerne. 
Meist beginne ich bei den ZucchiniPflanzen, die hier sehr, sehr schnell wachsen!
Weiter geht es bei den Erdbeeren!
Zwischendruch gönne ich mir leckeres Obst und lasse es mir im Schatten des Obstbaumes gut gehen:
Wenn ich so unterwegs bin kommt ab und an "Mary" die Ente  vorbei um mit mir fangen zu spielen:
Das ist immer eine lustige Abwechselung! Aber viel Zeit bleibt nicht - und es ist auch noch viel zu heiß um rumzutoben!
Schau mal! Diese kleinen Wassermelonen warten noch darauf eingepflanzt zu werden:
Allerdings müssen sich die Arbeiter zuvor um die Hasenabwehr kümmern; damit die flinken Gesellen nicht direkt alles wieder ausbuddeln und auffuttern.
Nach dieser Routinearbeit kommen alle Farmarbeiter zusammen und die Aufgaben des Tages werden verteilt. Natürlich haben sich die Farmer auf bestimmte Bereiche spezialisiert – für uns Freiwillige, die überall aushelfen, begann jeder Tag mit einer Überraschung. 
Unkraut zupfen und die Beete im großen Garten pflegen, ist eine Daueraufgabe ohne Ende. Genauso wie Rasenmähen. Wichtig ist dabei, immer mit dem Schatten zu arbeiten, denn Unkraut zupfen in der australischen Mittagssonne kann sehr, sehr warm werden. 
Der Garten ist ebenso ein Zuhause für viele, viele Honigbienen. 
Denen konnte ich mich nur im „Astronautenoutfit“ nähern und musste trotzdem ein paar Stiche durch meine Handschuhe verkraften. Denn wie bei Hunden, gibt es auch bei Bienen verschiedene Rassen und die Bienen der Farm zählen zur  leicht reizbaren Sorte. Die fleißigen Bienen produzieren Honig, der wegen der unterschiedlichen Vegetation anders schmeckt als in Deutschland. Ich kann bestätigen, dass mir auch der australische Honig super schmeckt. Danke, Bienchen!

Wenn wir zu den „yards“ gerufen wurden, dann hieß es: Auf geht’s zur Rinderarbeit! Die Arbeit mit den großen, aber schreckhaften Wiederkäuern ist bei den meisten Woofern total beliebt. Rinder werden mit Quads, 
Pferden und Hunden auf neue Wiesen oder zu den „yards“ getrieben. 
Es ist unglaublich wie schlau und fleißig die Australian Cattle Dogs (Hunde)  sind. Instinktiv wissen sie wie sie die Herde zusammenhalten und welches Rind sie stärker treiben müssen. Die Arbeit war jedes Mal beeindruckend und lehrreich. Obwohl die Rinder so viel größer und schwerer sind, ist es extrem wichtig an der richtigen Stelle mit passendem Elan auf sie zuzugehen. Denn Rinder sind Fluchttiere und versuchen im Schutz der Herde der Gefahr zu entfliehen. In den „yards“ - kleinen abgesperrten Bereichen - können die Rinder gezählt, gewogen und mit Ohrmarken versehen werden. Die bunten Ohrmarken im linken Ohr kennzeichnen das Rind optisch und mit der elektronischen Ohrmarke im rechten Ohr kann jedem Rind eine Nummer im System am PC zugeordnet werden. Diese Ohrmarken müssen beim Kauf neuer Rinder gewechselt bzw. die Nummern im System geändert werden, damit die Regierung weiß, welchem Halter welche Rinder gehören. Die Farm kann sich jedes Jahr auch über eine große Anzahl an Kälbern freuen, welche mit der richtigen Technik gefangen werden, um ihren persönlichen Ohrschmuck zu erhalten. Kälber fangen war für uns Woofer zunächst schwierig und für die Farmer lustig zu beobachten. Damit die Rinder ebenfalls glücklich sind, habe ich mit dem Traktor Heuballen auf den Anhänger geladen und auf den Weiden wieder abgeladen und verteilt. Auf dem Foto siehst du wie sehr sich die Kuh über einen frischen Heuballen freut.
Neben der Arbeit wurde mir auch das Country-Leben abseits der Farm näher gebracht. Ich habe sogar etwas Geld beim Pferderennen in Beaudesert verloren. 
Es ist nunmal nicht immer schlau, auf die schönen Pferde mit den interessantesten Namen wie Highway Queen zu setzen. Wichtiger ist es auf niedrige Quoten zu achten. Denn je kleiner die Quote, desto wahrscheinlicher ist ein Sieg. Auf einem Rodeo war ich ebenfalls. Leider ohne Cowboy-Hut, Cowboy-Stiefel und Hemd, wodurch ich in der Masse wohl aufgefallen bin. Jetzt weiß ich, dass es beim Rodeo viel mehr gibt als mutige Männer auf wilden Bullen. Zum einen gibt es unterschiedliche Alters- und Gewichtsklassen beim Bullenreiten und zum anderen gibt es noch unterschiedliche Kategorien - zum Beispiel einen Jungbullen mit einem Seil vom Pferd aus fangen oder auf buckelnden Pferden reiten. 
Aber auch auf der Farm waren genügend Freizeitmöglichkeiten vorhanden.  
Du weißt ja wie gerne ich klettere! Und neben den Obstbäumen gibt es eine Menge Möglichkeiten! Vom Bau des neuen Bürogebäudes stehen so allerhand Gerüste herum - und wenn ich ganz oben ankomme, habe ich eine richtig tolle Aussicht!
Aber letztens bin ich auf eine Palme geklettert. - du glaubst gar nicht wie ICH mich erschrocken habe!! Schau mal, wer mich da begrüßt hat:
Eine richtig große Spinne! 
Ansonsten kann man prima  Hühner, Gänse und Enten beobachten, während man gemütlich in der Sonne sitzt.

Guck mal! Hier hat sich ein lustiges Paar gefunden. Huhn und Gans brüten gemeinsam im Blumentopf. 
Die Farm besitzt drei große Teiche, an denen ich leider ohne Erfolg angeln war und auf denen ich Kajak fahren konnte. 
Den Abend lasse ich dann nach einem erfolgreichen Tag gemütlich am Pavillon ausklingen.  


Direkt an unserer Woofer-Unterkunft steht ein Billardtisch mit Tischtennisplatte zum drauflegen. So manch‘ spannendes Match wurde dort ausgetragen. 

Wie du siehst, gibt es viel zu erleben auf einer Farm in Australien.
Abends mache ich gerne noch einen Spaziergang und genieße die Natur!
Ich habe meinen Aufenthalt hier wirklich genossen und werde noch oft an die Zeit auf dieser Farm mit super netten Leuten und spannenden Geschichten denken. Heute geht es wieder weiter Richtung Süden, um wunderschöne Orte zu entdecken und neue Abenteuer zu erleben.

Bis bald

Dein Snicki
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G´Day Fritzi,

ich bin´s wieder – Snick aus Australien! 
Nach meinem Farmaufenthalt ist die Reiselust wieder gestiegen. Also, ab ins Auto und los! Als erstes ging es in den Springbrook Nationalpark nahe der Gold Coast, denn dort befindet sich der – halte dich fest – "Best of all Lookout"! Nach nur 500m durch dichten Wald wird man mit dieser
wunderschönen Aussicht belohnt. Ganz hinten am Horizont sieht man die Skyline von Surfers Paradise. Die Aussichtsplattform hält ihren Namen somit zu Recht.

Weiter ging es für mich nach Byron Bay, einen kleinen Ort dessen Strände sich perfekt zum Surfen eignen. Aber Achtung! Byron Bay besitzt keine Hai-Netze vor der Küste, weshalb Sichtungen von Haien in sogar nur knietiefem Wasser keine Seltenheit sind. 
Nicht nur die super Wellen locken Touristen an, sondern auch der Leuchtturm, welcher am östlichsten Punkt des australischen Festlandes liegt.
Am liebsten wird er morgens um 5 Uhr besichtigt , um von dort aus den Sonnenaufgang zu genießen. Ich bin der Menschenmenge ausgewichen und habe den neuen Tag an den Klippen weiter südlich begrüßt. 
Dafür war die Leuchtturmbesichtigung am Nachmittag angenehmer, weil nicht so überfüllt. Schau Dir mal diese Aussicht an!
Ein australischer Rabe hat die Aussicht auch genossen:
Über die Hafenstädte Coffs Harbour und Port Macquarie fuhr ich weiter nach Nelson Bay. Dort konnte ich mich im Sandboarding üben. Mit einem Sandboard, ähnlich wie ein Snowboard, ging es eine 20m hohe Sanddüne runter. 
Ermüdend ist nur, dass es dann wieder 20m die Düne hoch geht. Du kannst dir also denken, dass ich nach etwas mehr als einer Stunde ganz schön geschafft war. Doch das Highlight in Nelson Bay war dies nicht, auch nicht das Schnorcheln, noch nicht mal die Wale, welche ich vom Stockton Beach aus gesehen habe. Ich habe allen Mut zusammen genommen und bin mit Haien und Rochen in ein Becken gestiegen. Irukandji Shark and Ray Encounters bietet dies an. Erst wird man mit kleinen und jungen Tieren vertraut gemacht und am Ende hat ein etwa 1,5 m im Durchschnitt großer Mantarochen namens „Mrs. Grey“ mit mir gekuschelt. Bis zu 3 m große Haie schwammen für eine Streicheleinheit vorbei. Währenddessen wurden mir viele interessante Infos von der Betreuerin gegeben. Leider sind über 80% der Haiarten gefährdet und es ist wahrscheinlicher von einem Blitz getroffen zu werden, als eine Haiattacke zu erleben.

Mit einer unvergesslichen Begegnung und mehr Sympathie für unsere Wasserbewohner habe ich Nelson Bay  verlassen, um in die Großstadt Sydney einzutauchen.

Cheers, dein Snick
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Hey Fritzi,

ich lege gerade eine kleine Pause ein und nehme mir die Zeit dir meine neuen Abenteuer von der australischen Ostküste zu erzählen. Sydney ist eine unfassbar große Stadt, aber durch viele Parkanlagen und Bäume am Straßenrand fühlt man sich nicht eingeengt. An meinem ersten Tag in der Stadt haben meine Füße einige Kilometer gut gemacht. Ich war im Botanischen Garten,  am Opera House
, auf der Harbour Bridge 
und im Kunstmuseum. Immer mit Kamera in der Hand, wie es sich für einen richtigen Touristen gehört. Sieh dir Sydney auf meinen Bildern an. Enjoy!
Am nächsten Tag haben sich meine Füße über ein Opal-Ticket gefreut. Damit konnte ich Busse, Züge und die Metro kostengünstig in Sydney nutzen. Zuerst ging es zum Bondi Beach, den berühmten Stadtstrand zum Surfen.
Ich habe mich eher im Zuschauen, als selbst auf dem Board versucht. Nachdem meine kleine Shoppingtour am Darling Harbour doch etwas größer ausgefallen ist, gab es ein leckeres Abendessen im Pub. … Das Besondere an diesem kleinen und mit liebe und vielen Souvenirs eingerichteten Pub ist zum einen der Papagei als Chef und zum anderen das Krabbenrennen 1x die Woche. 
Am letzten Tag bin ich noch über Sydney´s Märkte geschlendert, bevor es Richtung Blue Mountains ging. Diese heißen so, weil die Blätter der Eukalyptus-Wälder die Berge blau schimmern lassen. Wandern stand für die nächsten Tage auf dem Plan. Natur pur nach dem Großstadtbesuch! 
Der Grand Canyon Walk runter ins Tal, an hohen Steinwänden vorbei 
und wieder hoch hat so viele schöne Ecken aufzuweisen. 
Doch der National Pass Track ist für den anspruchsvollen Wanderer gemacht. Viele Stufen und Wege an einer Steilwand führen ins Tal, zum Fuße eines Wasserfalls und wieder hinauf. Ich glaube, ich bin noch nie so viele Treppen an einem Tag gelaufen.  Puh! Hier ein Foto von mir am Wasserfall – noch voller Energie bevor es die Treppen wieder hinauf ging. 
Die Three Sisters, das Wahrzeichen des Nationalparks,  habe ich natürlich auch besucht. 
Um mich auf meine Reise auch einmal so richtig zu verausgaben, habe ich südlich von Sydney, in Wollongong eine Trampolinhalle besucht. Überall sind Trampoline im Boden und sogar an den Wänden eingelassen. Ich habe alles gegeben, aber hatte keine Chance gegen die Tricks der Einheimischen. Saltos, Schrauben usw. da muss ich wohl noch üben.

Entspannung gab es die Tage danach in Batemans Bay am Depot Beach. 
Dort habe ich mich richtig wohl gefühlt, denn den Campingplatz habe ich mir mit vielen tierischen Freunden geteilt. Loris, kleine bunte Vögel sind mir auf die Hand geflogen, eine kleine Maus 
hat sich abends mit mir das Lagerfeuer 
geteilt und Possums wollten nachts meinen Müllbeutel auf dem Auto klauen. Bekannt ist der Campingplatz für die wilden Kängurus, die sich den Platz und Strand mit den Menschen teilen. Die großen Beuteltiere sind an die Besucher gewöhnt und lassen sich sogar streicheln. 
Diesen wunderschönen Platz habe ich vor ein paar Tagen verlassen, um zum höchsten Berg in Australien, Mount Kosciuszko zu fahren. 
Der Nationalpark ist in eine Nord- und Südhälfte eingeteilt. Im Norden gibt es ein natürliches Thermalbad - einen Pool, der mit etwa 26 Grad Celsius warmen Wasser einer Quelle gefüllt ist. 
Die South Glory Cave in der Nähe habe ich dann auch besichtigt.
Im Gegensatz zum Pool hat die Höhle den Spitznamen „Ice Age“ nicht umsonst. Pulli anziehen angesagt! Hier ist es ganz schön kalt!
Im Süden des Nationalparks befindet sich dann der Mount Kosciuszko, 
auf dessen Spitze Schnee liegt. Richtig gelesen! Auch in Australien gibt es Schnee. Und dennoch gibt es zahlreiche Australier, die in ihrem Leben noch nie Schnee live gesehen und angefasst haben. Nach dieser 6 stündigen windigen und eisigen Bergbesteigung, mussten wir auf dem Berg Verluste in Kauf nehmen, die wir auf dem Rückweg wieder eingesammelt haben (Jonas war als erster auf dem Berg!). Jetzt muss ich mich erst einmal wieder aufwärmen. 
Wenn Dich mein Brief erreicht, ist vermutlich schon Weihnachten und ich wünsche Dir und Deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest! Schneit es bei Euch??? Ich bin schon ganz gespannt, wie hier Weihnachten gefeiert wird! - Und vor allem, wie es sich anfühlt, zu diesen Feiertagen bei 38° am Strand zu sitzen. 

Ich freue mich bald wieder neue Geschichten zu erzählen. Vielleicht ja dann auch bald wieder bei Dir in Deutschland!

Bis bald und cheers, Mr. Snick
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BRIEFE von PIET   vom Wacken Open Air
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   02.08.2017

Hallo Fritzi,
Letztens hatte ich dir doch von dem riesigen Festival erzählt, das einmal im Jahr in Norddeutschland in dem kleinen Ort Wacken stattfindet. 
Holger und Richard sind da heute hin gefahren und haben mich mitgenommen! Nicole hatte mir ja extra noch eine Lederhose genäht, weil das viele Leute da anziehen und weil mir dann die Beine nicht so kalt werden - und ehrlich gesagt auch, damit ich nicht so auffalle.
Ich bin immer noch total aufgeregt, ob der vielen Dinge, die ich schon jetzt am ersten Tag erlebt habe und die noch auf mich zukommen.
Bevor es losging mit einem Camping Bulli von einem guten Freund, haben wir das Rückfenster noch mit Tesakrepp mit den Buchstaben W O A beklebt:

Das ist die Abkürzung für *Wacken Open Air* - dem Namen des Festivals.  -  Da wird wohl ganz viel  HeavyMetal gespielt. Ich bin sooo gespannt; das glaubst Du gar nicht!
Dann ging es los auf die Autobahn:
Und weißt Du was? Das war total lustig, weil da ganz viele Autos rumfuhren mit einem aufgeklebten WOA auf den Scheiben. Die haben sich alle gegrüßt - ist das nicht cool? Alle haben so getan, als ob die sich schon kennen, aber wir kannten die ja eigentlich gar nicht. Hihi. Einmal hat Richard die Fensterscheibe runtergekurbelt und: „Ey Alter, Wackeeeeen“ geschrien. Echt jetzt! Die Leute in dem anderen Auto neben uns haben auch gewunken und gelacht. 
Und dann haben die immer die Hand hochgehoben und den kleinen Finger und den Zeigefinger nach oben gehalten. Das sieht ein bißchen so aus wie der Flüsterfuchs bei Euch in der Schule - aber die Großen Leute nennen das die "Pommesgabel" und begrüßen sich gegenseitig damit und zeigen damit auch, wenn sie etwas gut finden. Zwischendurch hab ich mal gedacht, dass die alle ein bisschen bekloppt sind. Aber ich glaube ja eigentlich, dass die alle nur lustig waren und sich wie blöde auf das Festival gefreut haben. 
Ich ja auch. Im Auto habe ich dann auch ein wenig die Pommesgabel geübt, aber ohne so lange Finger sieht das echt doof aus. Außerdem bin ich wohl noch ein wenig zu schüchtern! 
Kurz vor Wacken kamen dann schon die ersten Schilder auf der Autobahn mit dem Bullenkopf und wieder dem *WOA*. Da stand dann drauf, wo man lang fahren sollte. Das haben wir dann auch gemacht.

Als wir dann in Wacken angekommen sind, haben wir erst ganz schön lange im Stau gestanden, bis die uns auf das Festivalgelände gelassen haben und wir wussten, wo wir unseren Bulli hinstellen konnten. Aber in der Schlange vor und nach uns waren total viele nette Leute mit denen wir uns unterhalten konnten. Einige haben uns sogar sofort ein Bier angeboten. Obwohl wir noch fahren mussten. Das darf man doch gar nicht...(Aber wir sind ja nicht alle am Steuer gesessen!)
So, jetzt muss ich erst aufhören, wir müssen nämlich schnell das Vorzelt aufbauen - es ist gerade trocken.
Liebe Grüße, dein Piet

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*** Jetzt muss ich mich mal kurz dazwischenschalten, bevor Piet weiter schreibt. Bevor der erste Brief an Fritzi eintrudelte, trudelte ein Brief bei MIR ein. Und zwar mit zwei Fotos 
 
und der Frage: "Kann das sein, dass auf dem Weg an die Ostsee gerade "ein Fritzi" an mir vorbei gefahren ist?"  - Anne?! You made my day! DANKE! Das glaubt echt kein Mensch, wie bekannt Fritzi ist!*** 
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03.08.2017

Hallo Fritzi,
boah! -  Das war noch cool gestern Nachmittag! Als wir mit dem Vorzelt fertig waren, 
sind wir direkt noch in das Infield gegangen. Das ist der Bereich, in dem die vielen Bühnen stehen, auf denen die Bands spielen.
Aber bis wir da waren, das hat echt gedauert. Stell Dir vor, ganz Hiltrup würde Zelten gehen! So viele und noch drei mal mehr Menschen waren da mit Ihren Zelten, Wohnwägen, Bullis, Wohnmobilen oder aus- und umgebauten Lastwagen. Sogar ein umgebautes Feuerwehrauto haben wir gesehen.
Auf den ganzen Bühnen sollen in diesem Jahr hier 150 verschiedene Bands spielen, ist das nicht viel?! WOW! Ich weiß gar nicht, ob wir die alle hören können.

Wir wissen noch nicht genau, welche Bands wir alle sehen wollen. Die großen Jungs haben immer gesagt, daß sie das ganz entspannt überlegen wollen. Irgendwie sind sowieso alle Leute hier total entspannt. Viele sehen ein bisschen verrückt aus (aber sag das nicht weiter). Manche haben normale Klamotten an, so wie Holger und Richard! - Na ja! Außer die Hüte, damit sehen die vielleicht komisch aus.
(aber sag denen das auch nicht, die fanden die nämlich total toll und ich hab auch gesagt, daß ich die toll finde - weil sie so stolz sind *zwinker* - und irgendwie ist ja alleine das auch schon richtig toll!). Viele andere Leute haben aber voll lustige Klamotten an! Und manche Männer trugen sogar Röcke, ist das nicht komisch?! Ich dachte immer, das würden nur die Schotten oder Frauen tragen. Eigentlich ja total cool und bestimmt voll luftig!

Aber: In der Südsee tragen die Männer ja auch ganz viel Röcke - da ist das ganz normal! Das hast DU mir doch erzählt Fritzi, oder?! Das warst doch DU?! Ich glaube es ist nur komisch, weil wir das nicht gewohnt sind, oder?! So geht mir das hier die ganze Zeit, wenn ich ehrlich bin! So viele neues! So viele neue Looks - so viele mir völlig unbekannte Gegenstände und Bilder in und auf Gesichtern und anderen Extremitäten und Klamotten, die habe ich noch niemals gesehen! Hast Du den mit dem Tierfell über dem Rücken gesehen? Von denen liefen da auch ne ganze Menge rum. Voll irre, was es alles gibt! WOW! Und einfach total tolle Menschen! Voll lieb und lustig und nett und hilfsbereit! Egal wie man aussieht!
Bevor wir auf das Gelände durften, mussten wir mit unseren Tickets an einen Schalter. Da haben wir dann jeder ein Bändchen gekriegt, das am Handgelenk festgemacht worden ist. 
Das muss man dann immer zeigen, wenn man in das Infield will, da braucht man dann nicht immer das Ticket vorzeigen, vor allen Dingen wenn man die vergessen hat. Das wäre dann total blöd gewesen, weil wir jedes mal ungefähr eine viertel Stunde vom Bulli bis zum Infield laufen mussten. 
Wenn wir mit unseren Bändchen auf das Gelände wollten, wurden wir jedes mal gefilzt!! Ich auch! kannst Du das glauben?!
 
Die Sicherheitsleute haben uns erst einmal abgetastet, ob wir gefährliche Sachen dabei haben. Hatten wir natürlich nicht, aber ich fand das richtig gut, dass alle Leute überprüft werden, dann kann man sich nämlich sicher fühlen. Und außerdem hat das immer so lustig gekitzelt.
Abends haben wir dann noch Musik gehört, die ganz schön laut war, aber das hörte sich echt ganz gut an.


Dann haben wir noch was gegessen und getrunken. Da gab es überall Imbissbuden mit allem möglichen zu Essen und das hat vielleicht lecker gerochen und geschmeckt.

Und noch ein wenig Musik gehört!
Als wir zurück am Bulli waren, da waren wir auch ganz schön müde, aber ich bin schon total nervös, ob ich im Bulli schlafen kann. Hoffentlich schnarchen die beiden nicht so laut! Hihi.
Liebe Grüße, dein Piet


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04.08.207

Hallo Fritzi,
heute bin ich mitten in der Nacht wach geworden, ich weiß gar nicht mehr wie spät das war. Aber da hat nebenan einer total laut Musik gemacht. Das war auch Heavy Metal oder Rockmusik und das hörte sich so ganz gut an, aber ich konnte nicht mehr schlafen. Meine beiden großen Jungs sind auch wach geworden, aber die waren ganz entspannt, dass haben sie zumindest heute morgen gesagt! Gut das die beiden heute nicht arbeiten mussten. Das wäre sicher voll daneben gegangen!
Wir haben dann im Vorzelt gefrühstückt. Das war echt super, ich hab nämlich noch nie im Zelt gegessen.
Das schmeckte ganz gut, also ich meine das Frühstück. Es gab Brot und Aufschnitt.
Das Wetter war ein wenig kalt und geregnet hat es auch ein bisschen, aber wir sind trotzdem wieder zum Infield gegangen. Auf den Wegen, die ja vorher einfach nur Wiesen waren, war schon fast kein Gras mehr zu sehen. Nachts hatte es geregnet und es sind schon so viele Leute über die Wiese gelaufen, dass alles schon ganz nass und matschig war. Wir haben Gummistiefel angezogen - was ein Glück, dass wir welche dabei hatten!
Hi hi....Ich glaube da waren ganz schön viele, die keine hatten! Schau mal:
- und das war erst der Anfang der Verluste.....Hier haben ganz viele Menschen einen "Schuhfriedhof" angefangen. Die haben die Schuhe, die sie nicht mehr benutzen konnten (oder wollten) - oder aber einzelne, (wo zum Beispiel der andere im tiefen Schlamm stecken geblieben ist) zusammengestellt und ein kleines Kreuz für sie aufgestellt. So haben sie sich von ihren Schuhen für immer verabschiedet.....
Damit meine schicke Lederhose nicht dreckig wird und da es für meine kurzen Beinchen vieel zu weit gewesen wäre, durfte ich die nächsten Tage im  Rucksack zu den Bühnen reisen:
 
Boa, da hab ich die 3 großen Bühnen gesehen, die sind nämlich ganz hinten auf dem Gelände. Diese Bühnen heißen FASTER, das heißt schneller, HARDER, das heisst härter und LOUDER, das heißt lauter. Das ist typisch für die Musik.

WOW!  Sind diese Bühnen groß und da haben heute Bands gespielt und zwar endlaut! Echt, schnell, hart und laut, so war die Musik.
Die Großen haben auch gestaunt, das hatten die so auch noch nicht gesehen. Aber die Musik fanden die beiden gut, die haben nämlich so getan, als wenn sie tanzen wollten, lustig `ne?
Als der Himmel dann etwas dunkler wurde und Wolken kamen, sind wir in ein Musikzelt gegangen.
Da hatten wir echt Glück, als wir nämlich in dem Zelt waren, da hat das ungefähr eine halbe Stunde richtig geschüttet!
Danach war es dann vorbei mit vernünftigen Wegen. Au weia, ich hab noch nie soviel Schlamm gesehen. Und als wir vor der Bühne gestanden und Musik gehört haben, da waren ein paar Leute, die haben sich voll in den Matsch geschmissen. Die waren total schwarz von dem Schlamm und die fanden das lustig. Aber echt, ich glaub ich weiß jetzt bald was die alle mit *entspannt* meinen. Alle haben einfach nur Spaß! Das ist fast so wie Urlaub, nur in verrückt!


Als wir vom Essen zurück gekommen sind, haben wir einen Mann gesehen, der eine weißen Anzug  und einen weißen Zylinder anhatte. Kannst du dir das vorstellen? Mitten im Schlamm ging der daher und der weiße Anzug war schon total schmutzig und verschmiert. Hihi....also: dass er völlig entspannt war, muss ich nicht mehr erwähnen, oder?! *zwinker* - aber wenn der nach Hause kommt, dann ist der glaube ich nicht mehr so entspannt, wenn er das ganze Zeug wieder sauber machen muss.
- Für die Security war das allerdings weniger lustig - die sind nämlich stecken geblieben....
Die ganze Wiese vor den Bühnen stand unter Wasser und die Leute, die keine Stiefel an hatten, die taten mir echt leid. Manche sind barfuß gegangen, aber die fanden das echt lustig.
Wir sind dann erst wieder zurück gegangen zum Bulli und der Weg war total schlammig. Wir haben dafür viel länger gebraucht.
Liebe Grüße, dein Piet


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05.08.2017
Hallo Fritzi,
das muß ich dir schreiben Fritzi, was ich heute alles erlebt habe! Heute Nacht war das wieder so laut. Holger und ich sind wieder wach geworden, aber Richard hat tief und fest geschlafen. ich fass es nicht! Wie kann man bei dem Lärm schlafen?! Findest Du das nicht auch komisch? Also: ich könnte das nicht.
Nach dem Frühstück sind wir wieder (ganz entspannt! ... hihi) in das Infield gegangen.
Auf dem Weg gab es auch noch ganz viel zu sehen! Zum Beispiel Holzschnitzereien: auf diesem ist Lemmy Kilmister zu sehen, ein berühmter Sänger der Band Motorhead. Als der noch lebte, hat der mit seiner Band hier in Wacken ganz oft gespielt.
Und einen rieeesen großen Hirsch gab es auch neben den großen Bühnen. Der war so groß, dass da drei Etagen drin waren, in denen Menschen die Konzerte gucken konnten. Aber viel besser war, dass aus seinen Nüstern grauer Rauch kam, als es abend wurde. Und dann kamen noch große Feuerflammen aus seinem Geweih. Das sah wirklich cool und beeindruckend aus.
Ach ja!! Und es gibt jetzt ein Foto von mir auf der Statue von Angus Young - dem Gitarristen von AC/DC (Wusstest Du, dass das übersetzt "Wechselstrom-Gleichstrom" heißt?) - Cool, oder?!
Auf dem Weg haben wir dann noch 2 coole Typen getroffen. Die waren aus Finnland. Weißt du wo Finnland ist? Das ist ganz weit im Norden, die sind mit dem Flugzeug extra zu diesem Festival geflogen, kannst du dir das vorstellen?
Die beiden haben gesagt, dass die in Finland auch in einer Heavy Metal Band Musik spielen. Einer von den beiden war der Sänger und der hat uns ein Ständchen gegeben, das war vielleicht cool. 
Und dann lief da noch so eine Band rum! Die nannten sich Blaas of Glory:
- und weißt Du was? Die haben wir schon auf der Autobahn gesehen:

Heute Nachmittag haben die beiden großen dann schon mal das Vorzelt wieder abgebaut, das Wetter war jetzt nämlich schön und das Zelt war trocken. 
Das darf man ja nicht nass einpacken, weil das dann später stinkt. Morgen fahren wir wieder nach Hause. Wir wollen ganz früh fahren. Heute Abend gehen wir noch einmal ins Infield. Weil das Wetter jetzt gut war ist auch kein Schlamm mehr da. Wir können wieder normal zum Infield gehen, aber wir ziehen trotzdem die Gummistiefel an, weil vielleicht noch ein paar Pfützen da sind. 
Aber erst mal haben wir mit den Nachbarsjungs noch ein wenig gechillt!
Heute Abend spielt noch Alice Cooper und Avantasia, die wollen Holger und Richard unbedingt noch sehen und hören. Ich schreibe dir morgen wie das war.
Tschüssi bis morgen und liebe Grüße, dein Piet


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06.08.2017

Hallo Fritzi,
das muss ich dir schreiben, das war vielleicht noch toll gestern Abend. Erst haben wir noch etwas gegessen, weil ja der letzte Abend war und weil das so lecker war. Dann haben wir Alice Cooper mit seiner Band gesehen und die Musik gehört. Der Alice Cooper, der sieht vielleicht alt aus. Als er fast fertig war mit seinem Konzert, hat der noch ein Lied gespielt, dass Richard noch aus seiner Jugend kannte und das ist schon ganz schön lange her, hat Richard gesagt. Das Lied hieß "School's out". Das passte auch ganz gut, weil wir haben ja jetzt Ferien :-).
Danach hat noch Avantasia gespielt und die Band wollten wir auf ALLE FÄLLE sehen und hören! Da war es schon dunkel und weißt du was, da waren keine Wolken am Himmel und man konnte über der riesigen Bühne den Mond sehen und das hat echt schön ausgesehen. Ist das nicht cool?
Das war fast Vollmond:
Später haben die bei der Musik noch ein Feuerwerk gemacht. Das war echt ein Erlebnis. 
Danach sind wir dann ins Bett gegangen. Morgens wollten wir ja früh fahren.
Wir dann auch echt früh wach geworden. Wir haben nicht gefrühstückt und sind sofort losgefahren, weil wir gedacht haben, dass wir sonst in den Stau kommen, wenn alle fahren wollen.
Auf der Autobahn haben wir dann wieder viele Autos gesehen, die W O A auf dem Auto stehen hatten. Die Leute in den Autos sahen ganz schön müde aus, manche haben sogar geschlafen, also die, die nicht gefahren sind - sondern nur Beifahrer waren. Die haben wahrscheinlich auf dem Festival noch weniger geschlafen als wir.
Mensch Fritzi, eigentlich hätte ich noch ein paar Tage bleiben können, weil das so schön war, aber eigentlich bin ich auch froh wenn ich wieder nach Hause komme und wir uns wieder sehen können. Ich freue mich schon.
Die großen haben gesagt, dass sie vielleicht noch einmal dahin fahren. Vielleicht nehmen die mich ja wieder mit. YO! Also ich wär wieder dabei! 


Liebe Grüße, dein Piet

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