Fritzis Sommer 2014

Fritzi reist ab:

Am 23.06.2014 ist Fritzi abgereist.....



....und nun kommt POST!


Post aus dem Landkreis Vechta:

Hallo meine liebe Noi!
Heute möchte dir mal kurz von der ersten Station meiner Reise erzählen!
Per Post bin ich bei Doris und ihrem Zornröschen im Landkreis Vechta gelandet. Ich glaube das Zornröschen (…ich weiß gar nicht warum sie so genannt wird…zu mir war sie total lieb?!) war genauso aufgeregt wie ich…

…aber sie hat sich total gefreut…und wir haben uns gleich gut verstanden!

Nachdem ich mich ein wenig ausgeruht hatte sind wir raus in den Garten und hatten jede Menge Spaß! Wir haben zusammen gespielt…
…ich durfte auf einem original „Dreckschüppengesicht“ reiten ;o))) …


… und wir sind geflogen…

Irgendwann musste ich an dich denken…ich hab mir schon ein wenig Gedanken gemacht ob du mich wohl sehr vermisst! Doris hatte dann die Idee ein Foto von mir zu machen…
…das dann auf Stoff zu drucken und daraus ein Täschchen für dich zu nähen! Ich glaube man kann es sogar abwischen…aber wie sie das gemacht hat, wird sie dann wahrscheinlich nochmal irgendwann in ihrem Blog erklären hat sie gesagt! ;o)
Nach dem anstrengenden Tag war ich dann ziemlich müde und habe mich riesig auf meine Socke gefreut! Übrigens gab es dort auch 2 ganz liebe Hunde namens Luci und Käthe! Luci wollte unbedingt noch eine Runde mit mir kuscheln :o)
…und meine neue Freundin Polly hat ganz lieb gefragt, ob sie bei mir übernachten darf!
(…ich glaube ich habe mich ein bißchen verliebt *hihi*)

So, meine liebe Noe…mittlerweile bin ich ja schon ein wenig länger unterwegs…und es dauert sicher nicht mehr lange bis ich wieder bei dir Zuhause bin! Darauf freue ich mich wie Donnerwetter!!! :o)))



Ganz liebe Grüße, dein 
FRITZI

PS: Mit einem lieben DANKE an Doris und Zornröschen von Leni (Nic)


Post aus Ludwigsburg:

Liebe Noi,

ich muss Dir noch von meinem Aufenthalt in Ludwigsburg berichten. Mein Aufenthalt hat zunächst ungewöhnlich begonnen, denn ich musste lange, lange warten bis der Postbote den richtigen Briefkasten gefunden hat. Wahrscheinlich hat er verschlafen und war viel zu spät dran, denn ich konnte leider zum Wochenendausflug meiner Gastfamilie nicht mitfahren. Als ich endlich aus dem Briefkasten befreit wurde, hat sich meine Gastfamilie tausend Mal entschuldigt und mir reichlich Essen und Trinken angeboten. Das war auch wirklich notwendig, denn Reisen und insbesondere Warten im Briefkasten ist sehr anstrengend. 
Ich habe dann mit Julian und Richard, den beiden Kindern, ganz toll gespielt.  Besonders toll fand ich das Versteck spielen. 
Hast Du mich gefunden? Julian und Richard haben mir den Balkon gezeigt und was sie sich dort für schöne Sachen aus Kissen und Decken bauen. Als einziger durfte ich mich bei den Blumen ausruhen und dort Sonne tanken. 
Das hat mir sehr gut gefallen. Vielleicht kann ich bei einer anderen Gelegenheit noch einmal nach Ludwigsburg kommen, denn mein straffer Reiseplan ließ leider keine Zeit für Besichtigungstouren. Ich bin trotzdem froh, einen Abstecher hierher gemacht zu haben. Denn ich habe ja noch viel vor und möchte viele nette Menschen kennenlernen und interessante Orte sehen.



Bis bald! Es grüßt Dich Dein 

FRITZI

Mit Liebstem DANK an Steffi und Familie von Leni (Nic)



Post aus Lauffen am Neckar:

Liebe Noi,

am Dienstag bin ich von Ludwigsburg nach Lauffen gereist. Ich wäre sooo gerne mit einem Schiff auf dem Neckar gefahren. Von Ludwigsburg bis nach Lauffen gibt es 5 große Schleusen in denen das Schiff vom Schleusenwärter von oben nach unten geschleust wird. Weil ich mir aber nicht so ganz sicher war, ob es denn viele Wellen gibt und ich nicht seekrank werden wollte, habe ich dann doch das Postauto genommen und im Briefkasten gewartet bis Katrin zu Hause war. 
Am Abend habe ich dann gleich drei neue Freunde kennengelernt. Paul, der Schal-Teddy und das Schnarchschaaf sind echt nett. 
Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass ich die Nachteule wiedergetroffen habe. Die hat früher bei uns in Münster gewohnt – weißt Du noch?


Vor dem Schlafengehen durfte ich noch eine Runde mit dem Holzlaster fahren…

Tja und dann war es leider schon Zeit für’s Bett – die Eule hat (wie immer) kein Auge zugetan und dauernd noch geschwatzt und das Schnarchschaaf hat ganz schön laut geschnarcht. Aber die Reise war anstrengend und ich war hundemüde – ich habe prima geschlafen.
Am Mittwoch und am Donnerstag bin ich mit dem Auto nach Stuttgart gefahren. Leider darf man dort bei der Arbeit keine Bilder machen – aber ich habe neue Autos angeschaut, war in der Kantine zum Essen und habe viele nette neue Menschen getroffen. Am Abend habe ich dann noch ein bisschen mit der Nachteule, den Bären und dem Schaaf gespielt.

Am Freitag sind wir nicht mit dem Auto weggefahren – stattdessen waren wir beim Metzger und beim Bäcker und habe ganz schön viel eingekauft. 100 Brötchen – ich habe gar nicht gewusst wer die alle essen soll… Am Abend sind wir dann zum Neckar gefahren. Dort fließt die kleine Zaber in den großen Fluß und es waren ganz schön viele Leute dort.

Ein Theaterstück über ein Ei mit zwei Dottern!!! Ich war ganz schön gespannt. Bevor’s losging bin ich noch schnell ein bisschen auf dem Klettergerüst geklettert und habe die Schaukel auf dem Spielplatz getestet.


Aber dann aber habe ich mirganz schnell einen Platz gesucht von dem aus ich die ganze Bühne sehen konnte. 
Das Theaterstück hat fast drei Stunden gedauert (in der Pause habe ich ein Apfelschorle getrunken und eine Laugen-Null gegessen). 
Es war spannend, aber zum Schluss war ich ganz schön müde… 

Am Samstag und am Sonntag waren wir dann wieder einkaufen (weil die Schauspieler sooo viel gegessen und getrunken haben) und dann wieder beim Theater. Weil ich das Stück jetzt schon kannte, bin ich einfach hinter der Bühne geblieben und habe mit den Kindern gespielt, bevor die wieder auf die Bühne mussten. Am Samstag waren noch viel mehr Zuschauer da als am Freitag – die Schauspieler waren immer noch ziemlich aufgeregt aber es hat viel besser geklappt als am Tag vorher.
Am Sonntag war es ganz schön warm, puhhh, wir haben richtig geschwitzt. Um halb zehn gab es ein großes Gewitter mit Sturm und Stromausfall. Ein Zelt ist weggeflogen und die Feuerwehr ist mit zwei großen Autos und vielen Feuerwehrmännern gekommen. Ich war schon im Auto und bin deshalb kein bisschen nass oder zerzaust geworden. Weil alle ganz schön aufgeregt waren und schnell aufgeräumt werden musste, haben wir leider total vergessen noch mehr Bilder zu machen….


So und heute ist schon Montag und ich fahre weiter nach Heidelberg. Ich habe schon wieder überlegt, ob ich vielleicht mit dem Schiff fahren soll – bis nach Heidelberg gibt es noch viel mehr Schleusen und ganz viele Ritterburgen. Aber weil die Schiffsreise viel länger dauert als die Fahrt mit dem Postauto und weil Nadine doch schon wartet, haben wir entschieden, dass ich wieder mit der gelben Post fahre. Ich freu mich schon und bin sehr gespannt, was ich in Heidelberg erleben werde….

Ganz liebe Grüße aus Lauffen

Dein


FRITZI

Mit Liebstem DANK an Katrin  und Jürgen! Von Leni (Nic)


Post aus Heidelberg:

Liebe Noi, 
nun bin ich in Heidelberg angekommen. 
Nach der Reise war ich ganz schön müde und habe mich erst mal ein bisschen ausgeruht.
Am nächsten Tag bin ich nach einem leckeren Frühstück mit nach Darmstadt zur Arbeit von deiner Tante  gefahren. Wir haben im Auto Musik gehört, laut mitgesunden und viel gequatscht.  Und dann habe  ich ihr ein wenig im Büro geholfen und die Anrufe entgegengenommen. 
Das war ziemlich lustig, weil ja niemand damit gerechent hat, dass sich an diesem Apparat jemand mit "Fritzi " meldet...Wir mussten aber auch viele Fragen beantworten. Das ist manchmal ganz schön anstrengend. Irgendwann war ich dann doch müde und habe eine Pause gemacht und  Deine Tante den Rest der Arbeit alleine machen lassen. (Sie bekommt ja schließlich auch das Geld dafür....) - Nach dem Mittagsschläfchen durfte ich mir dann Flugzeuge anschauen. Das war vielleicht toll!!! Ich durfte mich sogar auf ein Flugzeug draufsetzen, hihi. 
Eigentlich wollten wir ja zusammen in den Heidelberger Zoo und in die Altstadt auf eine der schönen alten Brücken gehen und uns das Schloss anschauen.  Leider hat es die ganze Zeit in der ich hier war ganz dolle geregnet. Das war wirklich Pech! Allerdings habe ich mir schon ganz viele Fotos von der Stadt angesehen und darf jeder Zeit wieder zu Besuch kommen und mir Heidelberg in natura anschauen. Vielleicht kommst du ja dann mit.
Wir haben uns den Spaß aber nicht verderben lassen und haben statt eines Stadtbummels einen schönen Nachmittag auf der überdachten Terrasse verbracht:
 - Und dann auch noch einen tollen Spieleabend gemacht. 
Ich habe sogar gewonnen..... 
Jetzt bin ich schon ganz schön viel gereist und hatte sehr viel Spaß. Morgen früh geht es weiter nach Trier. Ich bin schon etwas aufgeregt  - was ich da wohl tolles sehen und erleben werde und wen ich dort alles kennenlernen darf. Ich vermisse Dich aber auch schon ganz doll und freue mich auch auf zu Hause. 
Liebe Grüße, 
Dein      
FRITZI

Mti einem Dicken Danke an Nadine und Michael von Leni (Nic) 


Post aus Trier:

Liebe Noi!
Nach langer Reise bin ich endlich in Trier angekommen. Auch dieses Mal war ich mit den gelben Paketwagen unterwegs und sehr froh, als ich wieder aus meinem Papierversteck hervor krabbeln konnte. Hier ist es ziemlich lebhaft in meinem neuen Familienhotel, und es gibt Kinder, und das gefällt mir gut.
Heute morgen habe ich direkt einen Ausflug nach Luxemburg gemacht:
Das ist ein kleines Land direkt neben Deutschland, ganz nah bei Trier. Die Menschen dort sprechen eine drollige Sprache, fast so wie unsere, aber ich habe trotzdem wenig verstanden, und so verschlief ich den Großteil meines Tags in einem Rucksack in einem Büro. Am Nachmittag sind wir dann in ein Schwimmbad gefahren, aber das hatte leider geschlossen – wegen Schulferien, ansonsten sind Schulferien natürlich mit das Beste, was Schule zu bieten hat!
Dann waren wir in den Weinbergen wandern. Diese Berge sind ziemlich steil und sehr sonnig. Die Weintrauben waren leider noch nicht reif, aber das Herumklettern in den Reben hat riesig Spass gemacht.
Puh, abends war ich so erschöpft, dass ich ohne Abendessen eingeschlafen bin. Ich weiß auch gar nicht mehr genau, wie ich eigentlich ins Bett kam. Am zweiten Tag haben wir einen Ausflug in die Innenstadt von Trier gemacht, mit dem Fahrrad. Wusstest Du, dass Trier die älteste Stadt von Deutschland ist? Die Menschen sind natürlich alle neu und von heute, aber ich habe mir ein paar echt alte Gebäude angeschaut. Zum Beispiel die Reste der „Kaiserthermen“, eine grosse halbrunde Mauer mit grossen Fensterlöchern.
Das war mal so eine Art Riesenbadezimmer für den Römischen Kaiser Konstantin, als er vor 2030 Jahren beschlossen hatte, mit seinen Freunden hier eine Stadt zu gründen, um sich noch mehr von Deutschland anzugucken. Leider konnte ich diesen Konstantin nirgends finden, aber die Trierer haben einige Statuen von ihm aufgestellt, und zwar nur von einem seiner Füsse. Schau mal, wie riesig:
- kein Wunder, dass der so ein grosses Badezimmer brauchte. Dann bin ich weiter geradelt, an einem rosafarbenen Palast vorbei, an der KonstantinBasilika vorbei, bis hin zum Dom. Heute wohnt hier im Dom der Bischof, Herr Ackermann, und der passt auch auf einen „Heiligen Rock“ und einen „Heiligen Nagel“ auf.
Wundersame Geschichten, hoffentlich lerne ich in der Schule einmal etwas darüber. Schon vor über 1600 Jahren war das einmal ein prächtiges Wohnhaus und auch eine Markthalle. Doch alle Trierer bauten über die Jahrhunderte begeistert immer weiter, immer höher, immer breiter. Dann kamen die Wikinger zu Besuch und rissen wieder etwas ab, und andere bauten es wieder auf. Vom Dom aus, bin ich dann den vielen Touristen mit Kamera gefolgt und gelangte zu einer sehr alten Mauer, mit mächtig großen Torbögen, einem alten Stadttor. Oder sollte das mal eine Kapelle gewesen sein, oder ein Gefängnis für Pferdediebe oder eine Mönchswohnung?
Das sieht jedenfalls so alt aus, als hätten die Römer dieses riesige Stadttor schon damals mit alten, gebrauchten Steinen gebaut, und ganz schwarz sind die.

Darum heißt das auch Porta Nigra, lateinisch Schwarzes Tor. Witzig, dass in dieses Stadttor aber niemals ein Tor eingebaut wurde, es stand also immer offen und wurde nie fertig. Und trotzdem besuchen viele Gäste aus der ganzen Welt Trier, um die Porta zu fotografieren, so wie ich ja auch.
So, Altes habe ich nun genug gesehen hier. Wenn ich noch einmal nach Trier komme, dann möchte ich eine Schiffsfahrt auf der Mosel machen und danach in der Fußgängerzone so viel Leckeres essen und trinken, bis ich eiskugelrund bin. Heute habe ich wirklich viel gelernt. Tschüss aus Trier, Dein jetzt echt schlauer.
                                    FRITZI                            
PS: Mit einem lieben DANK an die Wölfe von Leni (Nic) 

Post aus Crimmitschau:

Liebe Noi!
Heute kam zu uns ein ganz besonderer Besuch -  kannst du erraten wer? Ja genau, dein Fritzi war bei uns. Gebracht hat ihn uns die Post in einem dicken Umschlag und mit dabei hatte er seinen Schlafsack und Mini-Klamöttchen. Als erstes haben wir ihn aus seinem doch etwas engen Umschlag befreit und dann durfte er gleich mittenrein in unseren turbulenten und manchmal etwas chaotischen Familienalltag.
Zuerst hat er mir ganz prima beim Nähen geholfen!
Fast könnte man meinen er kennt sich da aus ....
Dann kam Luisa nach Hause. Luisa, das ist hier die große Schwester und die hat sich Fritzi gleich geschnappt und ihm ihr derzeit liebstes Hobby gezeigt. Fritzi durfte auch mal ran und hat für dich ein schönes Loom Armband gemacht. Guck mal hier: 
Danach war Fritzi erstmal etwas geschafft, denn er hatte ja auch schon eine Reise hinter sich und so musste er sich erstmal `ne Runde ausruhen. Und wo ging das heute bei diesem schönen Wetter am Besten?                                     
Na klar: Bei Mr. Vodoo Kaktus auf dem sonnigen Fensterstock. 
So ließ es sich aushalten.....
Am Nachmittag durfte Fritzi noch eine Runde mit dem Auto drehen und dabei haben ihm die Mädels gleich mal gezeigt was sie bei schönem Wetter beim Auto fahren soooooooo gern machen. Das Fenster auf und den Kopf in den Fahrtwind halten. 
Weil das für Fritzi etwas schwierig ist alleine, haben sie ihm geholfen und ihn einfach einmal komplett rausgehalten und dabei natürlich gut festgehalten. Ich glaube es hat ihm auch eine Menge Spaß gemacht, denn er grinst ganz breit auf dem Bild.....
Zu Hause hat Fritzi dann erst mal mit Lea, Julius und Vincent eine Runde Fußball gespielt.
Und dann ging`s zur Entspannung mit den Nachbarsmännern an den Zaun zum gepflegten Feierabendbierchen.....
;-) Fritzi hatte Spaß.
Am Abend war Fritzi dann echt so k.o. und ist ganz schnell in seiner Schlafsocke ins Land der Träume gereist. 
Morgens mussten wir schon „Tschüssi“ zu Fritzi sagen, denn er musste schon wieder weiter reisen, nämlich zu Deinem Onkel Jan und Eurer großen Noemi nach Berlin. Aber wir sollen Dich noch ganz lieb grüßen von FRITZI und Dir ausrichten, dass Du ganz bald wieder Post bekommst und er sich schon darauf freut Dir all seine Erlebnisse nochmal selber erzählen zu können. 
Sag Fritzi es war echt lustig mit ihm und das Loomband von Fritzi, das schicken wir dir ganz bald zu.
Liebe Grüße von den 6en aus Crimmitschau.

Mit Liebem DANK an Kathrin und Familie!!! Von Leni (Nic) 
     

Post aus Berlin:
Liebste Noi, 
ich schreibe dir mal wieder von unterwegs, weil ich  schon wieder auf dem Weg quer durchs Land bin. Diesmal ans Meer nach Flensburg zu Nikola. Aber bevor ich da ankomme, muss ich dir von meiner Zeit in Berlin, der Hauptstadt von Deutschland erzählen. Wenn eine Stadt Hauptstadt von einem Land ist, dann ist sie irgendwie besonders, aber wie genau, das weiß ich auch nicht … Vielleicht kann uns das jemand in der Schule erklären!

Berlin ist in jedem Fall eine spannende Stadt. Ich habe da in der kurzen Zeit ganz viel erlebt, so dass ich dir auch einen extralangen Brief schreiben werde! Berlin ist sehr groß Noi, dass kannst du dir gar nicht vorstellen. Die Stadt ist so groß, dass es dort zwei getrennte Postkästen gibt. Einen nur für Briefe die man in Berlin verschickt  und einen für Briefe, die in andere Städte verschickt werden. Lustig, oder? 

Ich bin echt froh, dass mich das Postauto bis zur Haustür von der Großen NOI gebracht hat, sonst hätte ich sicher den Weg nicht gefunden. Als ich da ankam, war ich ganz verwundert, denn nicht Noemi oder Onkel Jan haben mir die Tür geöffnet, sondern ein Pinguin namens Max. (Guck mal weiter oben auf dem Briefkasten-Bild - da kannst Du ihn sehen!).

Du fragst dich sicher, wieso ein Pinguin in Berlin wohnt und nicht am Südpol und was er in der Wohnung macht, nicht? Nun, dass ist so: Der Max ist vor vielen, vielen Jahren vom Südpol nach Münster zu NOI gereist, als sie noch ein Baby war, um für immer auf sie aufzupassen. Und seitdem wohnt der Max nun mit ihr zusammen - und jetzt in Berlin. Da wohnt er auf dem Bücherregal unter den Zimmer-Palmen. Das ist richtig schick, sag ich dir. Ich durfte da direkt meinen Schlafsack ausrollen. 
So ein Zusammenleben in einer Wohnung nennt man „WG“. Das bedeutet „Wohngemeinschaft“. Viele junge Leute, die studieren, so wie Jan und die Große NOI, wohnen in WGs mit anderen Menschen oder auch Tieren. Das ist lustig, denn dann lebt man nicht alleine, aber auch nicht mehr bei Papa & Mama. Stelle ich mir super vor, immer jemanden zum spielen oder quatschen zu Hause zu haben - aber keinen, der einem Dinge verbietet oder einem sagt, wann man ins Bett muss. Max hat mir erzählt, dass es schön ist in so einer WG, aber dass man auch leider putzen und einkaufen muss.

Außerdem hat Max gesagt, dass Studierende sowie NOI und Jan, oft fast den ganzen Tag lernen und in Bibliotheken sitzen und Bücher lesen und am Schreibtisch Hausarbeiten schreiben. Ich glaube, das mit dem Studieren ist ein bisschen so wie zur-Schule-gehen, nur für Erwachsene. Aber ich glaube, Schule ist lustiger, weil man da auch spielen darf und weil da viele Kinder sind!

Naja, als ich ankam waren die beiden gerade in einer Bibliothek und haben schlaue Bücher gewälzt. Aber das war überhaupt nicht schlimm, denn ich habe mich mit Max auf Anhieb super verstanden und der hat mir dann einfach schon mal etwas von Berlin gezeigt. Max fand übrigens meine Hose total schick! Da er so nett war, habe ich ihm meine Ersatzhose geliehen. Natürlich nur für die Tage, die ich in Berlin zu Besuch war. Wir sind dann im Partnerlook rumgelaufen, das hat riesigen Spaß gemacht. Solltest du mit Deinem kleinen Bruder auch mal machen... *hihi*

Weil Berlin so groß ist, gibt es da neben Bussen noch andere öffentliche Verkehrsmittel. Viele davon sind wie Züge: Es gibt U-Bahnen, die heißen eigentlich Untergrund-Bahnen, das sind Züge, die in Tunneln unter der Stadt fahren. Und es gibt Straßen-Bahnen, das sind Züge die auf Gleisen auf der Straße neben Autos und Fahrradfahrern fahren und dann gibt es auch noch S-Bahnen (Stadt-Bahnen), das sind Züge, die auf Gleisen um die Stadt herum und zur Stadt hin fahren. Ganz schön verwirrend, was? Ich war froh, dass der Max mit mir gefahren ist, denn ich hab schon den Plan auf dem die ganzen Bahnen eingezeichnet sind gar nicht überblickt. Das sieht für mich aus wie ein Labyrinth, was meinst du? 
Aber Max hat es mir einfach erklärt. „Die gelb-roten Züge“, hat er gesagt, „das sind die S-Bahnen. Die bringen dich schnell über weite Strecken. 
Und die gelben in den Tunneln, das sind die U-Bahnen. 
Und die Straßenbahnen sehen so ähnlich aus. Aber die fahren ja auf der Straße rum und daran kann man sie leicht unterscheiden. Alle Bahnen haben Namen oder Nummern, damit man sie unterscheiden kann. Sonst verfährt man sich sehr leicht." Wir müssen also unbedingt in der Schule das mit den Zahlen lernen!

Es gibt eine Bahn, die wird „Ringbahn“ genannt. Die heißt so, weil man mit der einmal im Kreis rund um das Stadtzentrum von Berlin fahren kann. Das musst du dir so ähnlich vorstellen wie die Promenade in Münster, die ja auch einmal im Kreis ums Stadtzentrum herum führt. Nur ist Berlin viel größer, so dass wir über eine Stunde (also 2 mal die Sendung mit der Maus!...) gebraucht haben, um einmal den ganzen Kreis mit der „Ringbahn“ zu fahren.
Das war spannend, da konnte ich aus dem Fenster viel sehen und Max hat mir auch viel erklärt.

Zum Beispiel, dass Berlin vor gar nicht allzu langer Zeit geteilt war. Da ging eine Mauer durch die ganze Stadt und ich glaube sogar durch Deutschland. Komisch oder? Teile der Mauer kann man in Berlin immer noch besichtigen. Viele Leute kommen deswegen hierher, um sich so eine alte Mauer anzugucken. Seltsam oder? Vielleicht kann uns dazu jemand in der Schule mehr erzählen, denn so richtig habe ich die Erklärung von Max nicht verstanden. 

Nach der Fahrt mit der Ringbahn sind Max und ich ein wenig gebummelt.
Das war schön, da gab es eine Straße mit vielen kleinen Läden, die Sachen aus buntem Stoff verkauft haben, da musste ich ganz doll an deine Mama denken. Die Straße hieß „Bergmannstraße“,
wie du demnächst auf dem Straßenschild selber lesen kannst. Apropos Straße: auf den Straßen in Berlin - um genau zu sein - an den Berliner Ampeln, gibt es ganz anders aussehende Ampelmännchen, als bei uns zu Hause in Münster. Schau mal hier auf den Fotos: findest du das rote und das grüne Ampelmännchen? 
Von der Bergmannstraße aus sind wir -  diesmal mit der U-Bahn unterirdisch im Tunnel - zur Museumsinsel weitergefahren. Das ist eine Insel mitten in einem Fluss der Spree heißt. Der Fluss fließt einmal mitten durch Berlin. Auf der Spree fahren ganz viele Boote. 
Wollen wir mal eine Bootsfahrt auf der Spree machen? Ich finde das sieht spannend aus!

Auf der Musueumsinsel stehen, wie der Name ja schon verrät, ganz viele alte große Gebäude wie das hier:
– alles verschiedene Museen. Da gibt es zum Beispiel welche mit Bildern und Skulpturen:
Und in andere Museen kannst du echte Mumien aus Ägypten angucken und in einem steht sogar ein Tempel aus dem alten Griechenland. Ganz schön verrückt, sag ich dir!

Max und ich hatten aber bei dem schönen Wetter nicht lange Lust auf Museenund haben uns lieber in Ruhe den Fernsehturm von Berlin angeschaut. 
Der ist sehr hoch und oben in der runden Kugel ist ein Restaurant von dem aus man über die ganze Stadt gucken kann. Das Restaurant dreht sich. Voll praktisch! So kann man etwas essen und dabei fährt man einmal rum und sieht ganz Berlin. Max hat leider Höhenangst, deswegen sind wir nicht in das Restaurant gegangen. Fährst du mal mit mir auf den Fernsehturm und wir trinken einen Kakao im sich-drehenden Restaurant?

Neben dem Fernsehturm steht eine Uhr, die die Uhrzeiten von allen Orten der Welt anzeigt. Deswegen wird sie „Weltzeituhr“ genannt. Ich hoffe ich lerne in der Schule bald die Uhr lesen, damit ich bei unserem Berlinbesuch alle Uhrzeiten der Welt selber lesen kann.

Plötzlich kamen zwei ältere Menschen auf Max und mich zu. „Nanu, die kenne ich doch!“, hat Max ausgerufen. „Das sind doch der Opa und die Oma von NOI, was machen die denn hier?“

Der Opa und die Oma der Großen waren auch gerade zu Besuch in Berlin. Was für eine Überraschung! Die haben sich mächtig gefreut Max zu sehen! Wir haben dann zusammen eine Limo im Schatten getrunken
und den Booten auf der Spree beim Hin- und Herfahren zugeschaut. 
Dann haben wir alle vier uns die Mitte von Berlin angeguckt. Mitte, so heißt auch der Stadtteil, in dem die Mitte von Berlin liegt. Darin sind nicht nur der Fernsehturm und die Museumsinsel, sondern noch ganz andere seltsame Orte.

In Berlin gibt es eine Menge Dome. Ein Dom ist eine große Kirche, und in fast allen Städten – auch in Münster zum Beispiel – gibt es genau einen davon. Meistens ist die größte oder älteste Kirche einer Stadt der Dom. Aber Berlin hat ganz viele Dome, vielleicht weil es die Hauptstadt ist. 
Hier auf der Museumsinsel steht der „Berliner Dom“ und im Keller davon sind ganz viele tote Könige und Königinnen begraben. Aber da wollte Max nicht hin – er hat ein bisschen Angst vor dunklen Orten. Ich hätte mir ja gerne mal so ein Königinnengrab angeschaut- schauerig schön gruselig stell ich mir das vor.

Wir sind dann zu einem Platz gegangen, der Gendarmenmarkt heißt. 
Gendarmen (sprich: Schandahrmen) waren Soldaten, die hier immer auf und ab laufen mussten, als die Königinnen und Könige noch hier regierten. Das Gebäude rechts hinter uns ist die Oper (da singen Leute abends ganz ulkige Musik) und das links ist der Deutsche Dom. Aber mit den Zweien hatten die Berlinerinnen immer noch nicht genug. Direkt gegenüber steht der Französische Dom, obwohl Berlin ganz weit weg von Frankreich liegt! 
Da mussten wir uns erstmal hinsetzen. Max hat mir dann erklärt warum das so ist: Ein König hat einmal ganz viele Leute - die Hugenotten hießen - in Berlin wohnen lassen, weil die zu Hause in Frankreich sich mit ihrem König gestritten hatten, ob jeder glauben darf, woran er will. Die Hugenotten sagten "ja", der französische König "nein". Da hat der König aus Berlin gesagt: "Ich finde auch JA, wohnt doch ab jetzt hier." Und da sind sie alle hergezogen und haben noch einen Dom gebaut. Und das Beste an der Geschichte ist, dass der König von Berlin „Der Alte Fritz(i)“ hieß!

Nach der langen Geschichte haben Max und ich uns ein leckeres Eis geteilt, dass NOI`s Omi uns gekauft hat.
Mit neuer Kraft sind wir noch ein bisschen herumgelaufen, und Noi, du musst wissen: Berlin ist nicht nur riesig groß, auch die Gebäude sind gigantisch! 
Max und ich waren dann vom vielen Herumlaufen und Sachen angucken ganz und gar erschöpft.

Glücklicherweise haben wir dann endlich auch NOI getroffen. Die hat uns dann getragen, und zwar zum Wahrzeichen von Berlin, dem Brandenburger Tor. 
Das (direkt hinter uns) hat gar keine Türen, sondern ist ein großer Klotz aus Steinen, den ein König hat bauen lassen, weil er solche Tore ungemein schick fand. Ich vermute, diese Könige hier waren alle ein bisschen verrückt.

Wir sind durch das Tor durchgegangen und direkt auf der anderen Seite, wo wir dieses Foto gemacht haben, stand früher diese Mauer, von der mir Max schon erzählt hatte. Daher war das Tor für ganz lange Zeit gar nicht zu benutzen. Diese Mauer war wirklich ziemlich unsinnig angelegt, ich bin gespannt, was die in der Schule dazu zu erzählen haben.

In so einer Hauptstadt scheint immer die Regierung von einem Land zu sein. Da es keine Könige und Königinnen mehr in Deutschland gibt, dürfen alle Erwachsenen alle vier Jahre abstimmen, wer in die Regierung soll. Diese gewählten Leute müssen - hat Max mir erklärt - dann nach Berlin ziehen und treffen sich ein paar mal die Woche im Bundestag, um sich zu überlegen, was mal dringend in Deutschland gemacht werden muss. Das ist der Bundestag:
Weil NOI uns schon eine ganze Weile getragen und auch schon ganz schön geschnauft hat,
haben wir dann die U-Bahn genommen. 
Die neueste U-Bahnstation ist direkt unter dem Bundestag gebaut worden. 
Das wollte ich mir wirklich nicht entgehen lassen!

Die Oma und der Opa von NOI mussten nämlich ganz schnell zum Hauptbahnhof und zu Fuß hätten wir das, so erschöpft wie wir waren, nicht mehr pünktlich geschafft. Unten in der Station kann man erkennen, welchen Zug wir nehmen mussten. - Wenn man lesen kann. 
Die Große hat es ganz schnell begriffen!

Dann saßen wir sicher in der U-Bahn und sind alle Fünf losgefahren. 
Wir haben die Oma und den Opa zu ihrem Zug gebracht und sie haben mich eingeladen, auch bei ihnen vorbei zu kommen. Bevor ich also wieder zu dir komme, mache ich da noch Halt.

Am Abend bin ich dann endlich mit Max und NOI zu Onkel Jan gegangen. Der hat mich eingeladen, mit ihm in Berlin feiern zu gehen. Dafür muss man sich erst mal richtig schick machen: Duschen, Zähne putzen und hübsche Sachen anziehen.  (Du! Die beiden waren ganz schön lange im Bad! - Max und ich mussten echt lange warten....)
Das erste Lokal, zu dem Jan uns gebracht hat, war es aber wert zu warten! Wir haben in der Sonne gesessen und über ganz Berlin geguckt! 
Ganz hinten im Bild ist der Fernsehturm, aber wir sind so weit weg und so weit oben, dass er ganz winzig aussieht.

Dann waren wir alle Vier tanzen. 
Jan hat ein Foto von Max und mir gemacht unter der Diskokugel. Partytime! 
Stundenlang haben wir uns amüsiert, bis die beiden großen nicht mehr konnten. (Hi,hi.....also ich war noch gar nicht müde!!...)

Wir durften an dem Abend unter Jans Globus übernachten. Da habe ich mir zeigen lassen, wo Berlin auf der Weltkugel genau ist.
Das Orange an Jans Finger ist Deutschland, durch das ich ja reise. Die Wege sind weit und die Städte so unterschiedlich! Aber schau mal, wie klein Deutschland im Vergleich zum Rest der Welt ist! Und auf dem Foto ist nur die eine Hälfte der Welt zu sehen … Mensch, es gibt soo viel zu sehen. 
.....Gute Nacht Max! .....
Am nächsten Morgen sind wir aufgestanden und sahen nach dem Tanzen ganz schön zerknittert aus.
(Onkel Jan am meisten.)
Es war echt toll hier, du musst unbedingt auch mal herkommen! 
Aber schließlich musste ich mich von unserer Großen NOI, Max und Onkel Jan verabschieden. Wir haben uns nochmal gedrückt und Max hat mir einen Button geschenkt! Den bringe ich Dir mit. 
So nun tut meine Hand vom Schreiben weh und ich bin auch schon fast in Flensburg. Ich drück dich meine Noi, wisse, dass du mir sehr fehlst! Ich freue mich dich bald wieder zu sehen, aber ich hoffe bis dahin noch weitere Abenteuer zu erleben!

Küsse sendet dir dein 

FRITZI


Mit Liebem DANK an "unsere Große" NOI, Patenonkel Jan und natürlich an Max und Noemis Großeltern!  Von Leni (Nic) 


Post aus Flensburg:

Hallo meine liebe Noi,
ich sende dir sonnige Grüße aus dem hohen Norden aus Flensburg! Puh, bin ich geschafft… 

Unsere Hauptstadt ist zwar wunderschön, man kann so viel sehen und tolle Sachen machen. Aber es ist eben eine Großstadt und dadurch auch sehr anstrengend. Da hab ich mir gedacht, ich muss erstmal Urlaub machen und entspannen! Flensburg ist ein toller Urlaubsort!! Ich hatte auch noch Glück mit dem Wetter mit tollstem Sonnenschein! Deswegen musste ich auch erstmal gleich zum Strand.
Herrlich! Die Möwen kreischen, das Meer rauscht und die Sonne scheint sogar noch um 18 Uhr :-).... Hier lässt es sich Leben! - Vielleicht machen wir ja mal zusammen dort Urlaub?!
Nachdem ich mich ein wenig erholt habe am Strand, habe ich Flensburg ein wenig erkundet. 

Erst mal habe ich mir das Rathaus angesehen und ich habe mich am Brunnen davor etwas abgekühlt nach meinem Sonnenbad:
Flensburg ist wirklich eine schöne kleine Stadt mit einem Hafen, wo viele Segelboote liegen. Ich habe sogar ein Boot an Land gefunden, worauf man wunderbar spielen konnte
Das liegt am Fischereimuseum. Das war  auch ganz interessant und spannend!
Außerdem gibt es unheimlich viel kleine bunte Häuser, kleine Gässchen und richtig schöne Hinterhöfe. Allerdings sind die Hinterhöfe manchmal auch versteckt. Wenn man zur späteren Stunde oder sonntags vorbei kommt, sind sie auch manchmal verschlossen. 

Schau mal! Das ist mein Lieblings-Hinterhof: 
Er erinnert mich ein bisschen an Piraten - findest Du nicht auch?
Bei so einem schönen Wetter habe ich mir auch mal einen Flohmarkt angeschaut. Wow, da war vielleicht was los, sage ich dir! Überall standen Menschen und haben ihre gebrauchten Sachen verkauft. Spielzeug, Küchensachen, Bücher, Fahrräder, Schmuck, Geschirr und auch Klamotten.
Das war ganz schön spannend, aber da musste ich dann doch schnell flüchten, weil mich ständig jemand kaufen wollte...…. - und das geht ja nicht! Schließlich freue ich mich schon ganz doll auf dich nach meiner Reise!
Nach dieser Aufregung brauchte ich auch erst mal eine Pause. Dafür habe ich eine tolle Stelle gefunden!  Den alten Museumshafen! Hier gibt es ein kleines Café, wo man aufs Meer und ganz alte Segelschiffe aus Holz, die keine Motoren haben, gucken kann. Das war toll. Und auf der anderen Seite war  ein kleines Museum, wo sie noch solche Schiffe bauen! Und die sehen dann echt genauso aus wie vor 100 Jahren! Trotz dieser tollen Ausblicke, habe ich es auch endlich mal geschafft in meinem Ahoi-Brause-Buch zu lesen und dabei eine Bionade zu trinken! 

Ach Noi, hier musst du nochmal mit mir hinfahren, hier waren soooo viele tolle Sachen, die ich gerne nochmal mit die zusammen anschauen möchte!
Nun bin ich total Tiefenentspannt und es kann weiter gehen!!! Fühl dich gedrückt und bis ganz bald!!! 


Dein 

FRITZI


 Mit Liebstem DANK an Nikola!!  Von Leni (Nic) 

Post aus Kiel und Amrum:

Liebe Noi,

...endlich komme ich dazu Dir mal wieder zu schreiben. Hier ist sooo viel los und ich habe so viel erlebt! - Das glaubst DU gar nicht....

Nachdem ich in Flensburg war bin ich nach Kiel gefahren worden.

Es war noch dunkel als ich hier angekommen bin und selbst die Möwen schliefen noch.
Die Stadt erinnerte mich ein bisschen an Flensburg, als ich die großen Kräne im Morgengrauen sah. 
Du musst wissen: Hier werden riesige Schiffe gebaut. Und das größte Segelschiff der Welt wurde sogar auch in Kiel gebaut. WAHNSINN, oder?! Es war 117 Meter lang (das ist fast so lang wie ein Fußballfeld...Das ist nämlich "nur" 3 Meter länger) und ist 1921 gebaut worden! Das ist sooo lange her!! Da war noch nicht mal Dein Opi geboren. 
Von der Reise und den vielen Eindrücken war ich soooooo müde, dass ich glatt noch mal einschlief. Als ich wieder aufwachte sah ich Marko, Wena und Adem um mich herumlaufen.
Es sah so aus als packten Sie Ihre Sachen zusammen.

Wollten Sie etwa wegfahren und mich alleine lassen ??

„Aber nicht doch“ beruhigte mich Marko, nachdem wir uns alle herzlich begrüßt hatten und ich von allem einmal lieb druchgeknuddelt wurde. "Wir nehmen DICH mit in den Urlaub auf die Insel Amrum."

„Juchuuu...Ich mache Urlaub!.......Ich fahre auf eine Insel........Ich gehe baden“

....Ich freute mich riesig!


Doch bevor es losging, durfte ich noch einen besonderen Ort in Kiel kennenlernen. „Kuddel`s Wartehalle“, 
einen lustiger Treffpunkt für Geschichtenerzähler, Träumer, Spaßmacher und alle Anderen die nur machen wollen, worauf Sie Lust haben ;-)


Hier lernte ich auch „Hertha“ und „Fiete“ kennen, mit denen ich Quatsch und Fotos machte.

 
Aber schon am nächsten Tag fuhren wir alle zusammen nach Amrum.
Herrlich war es hier....soviel Strandsand auf einmal hatte ich noch nie gesehen.
Adem und Wena zeigten mir die Insel und tobten mit mir in den Dünen. Guck mal! Ich kann jetzt auch schon prima klettern und turnen! Fast so gut wie Du!
Auch einen großen Leuchturm gab es hier, der aber leider geschlossen war, so dass wir nicht hinaufgehen konnten.

Leider war die Zeit viiiel zu schnell vorbei und meine Reise ging weiter....aber irgendwann muss ich unbedingt noch mal mit Dir nach Amrum fahren, das würde Dir bestimmt auch sehr gefallen!
Ganz liebe Grüße von Marko, Wena und Adem!

Dein
FRITZI

Mit einem dicken DANKESCHÖN an Marko, Wena und Adem von Leni (Nic)




Post aus Vechta:

Liebe Noi,

heute bin ich in Vechta angekommen. In einem ganz hübschen Päckchen verpackt bin ich mit der Post wieder einmal erste Klasse gereist. 

Ali und ich waren auch direkt schon unterwegs. Nach dem Auspacken und frische Luft holen, war ich bei Ali´s Nachbarn im Pool.  Ich hab mich gesonnt und auf einem Sitzsack treiben lassen. Leider waren die Fotos nicht soooo toll, deshalb hat Ali sie gleich gelöscht aber mir hat`s gefallen. Viel Zeit hatten wir auch nicht, denn ich Fritzi  Flitzi musste mit nach Hüde an den Dümmer See und Jonathan besuchen. 
Motorrad fahren gefiel mir sehr gut. Ich wollte echt gern selber fahren, aber Ali hat mich einfach nicht gelassen. Da war ich etwas traurig (hab aber nicht geweint!). Ali meinte, ich müsse noch etwas warten. Dann warte ich halt - ist mir doch egal. Aber mitfahren war trotzdem toll. 
Ich durfte übrigens  nochmal mit zum Dümmer. Davon erzähle ich Dir gleich. Noi, hoffentlich geht es Dir so gut wir mir grad. Vielleicht schreibst Du mir ja eine Karte.

Mit Gisela und Ali war ich gestern in Neuenhaus. Da sind wir mit dem Auto hingefahren, um Helena von ihrer Oma abzuholen. Ihr Cousin Jannik ist auch mit nach Vechta gefahren. Helenas Oma kann den besten Braten der Welt kochen. Wir haben gefuttert bis der Bauch weh tat. Und endlich haben wir richtig gespielt. Nur mit Erwachsenen ist es doch etwas langweilig. Spielen können Kinder am besten. Wir waren auf der Turnstange, sind aufs Dach von der Garage geklettert. Oma Hanna (die Oma von Helena) hatte Angst, dass wir da runter fallen. Aber ich war ganz mutig. Wir haben prima Fußball gespielt und Schafe auf der Nachbarwiese gesehen. Neuenhaus liegt in der Nähe von Holland in der Nähe von Nordhorn. Ali hat gesagt, wenn man von Neuenhaus ganz geradeaus immer nach Osten geht, dahin, wo die Sonne aufgeht, dann ist man in Berlin. Noi, da war ich doch letztens!!!! 

Reisen, liebe Noi, ist sehr anstrengend. Deshalb habe ich gestern lange geschlafen, bis heute Vormittag. Du, der Ali, der musste heute im Krankenhaus arbeiten und Visite machen. Der arbeitet in einer Kinderklinik. Und ich durfte mit. Ali findet, dass es wichtig ist, wenn Kinder sehen, was die Eltern bei der Arbeit so machen. Na ja, sein Kind bin ich ja nicht - aber immerhin ein guter Freund. Beim Ali wohnen auch viele meiner Brüder und Schwestern und Freunde. Die warten auf ein Kind, das zu ihnen passt. Ich glaub, der Ali findet für jeden Patienten den passenden Fratz.  
Wir haben ein Gruppenfoto in Alis Zimmer gemacht. (Hast DU mich schon gefunden?????)
Und dann war Visite. 
Das war vielleicht spannend. Ein Baby wollte mich gar nicht wieder hergeben. Wir haben so lustig miteinander gespielt. Ali hat direkt ein Foto gemacht. 
Auf der Frühgeborenen Station habe ich mich in einen Brutkasten gelegt. Da sind soooo winzige Babys drin. Das glaubst Du nicht. 
Darin ist es ganz warm, damit es den zu früh geborenen Kindern nicht kalt wird. Und wenn sie dann groß genug sind und die Flasche selber trinken können und ganz alleine ganz normale Luft atmen können, dann gehts nach Hause. Du glaubst gar nicht, wie sich eine Mami gefreut hat, als Ali sagte, sie könnten in ein paar Tagen entlassen werden. Er hat ihr vorgeschlagen, ein Tragetuch zu kaufen, in dem das Baby zu Hause von der Mami getragen werden kann. Ich glaube, wenn man so lange in so einer Plexiglas-Kiste wohnen muss, wenn die Geräte piepsen und man die Mama nicht so nah fühlt wie es normalerweise in Mama Bauch ist, tut es ganz gut, noch ein wenig hin und her getragen zu werden. Irgendwie war ich ganz froh, als ich aus dem Krankenhaus raus war.
Nachmittags war ich mit Gisela, Jannik und Helena wieder am Dümmer See. Wir waren an einem Strand und waren schwimmen.  (Guck Dir mal die Kiste ganz genau an!!! ......Lustig!!! - Oder?!?!)
Wir haben viele Segelboote gesehen. Der Dümmer See ist nicht weit von Osnabrück entfernt. Der See ist gar nicht tief, man kann fast überall stehen. Er ist 5 Kilometer lang und 5 Kilometer breit. Nur das Steinhuder Meer  bei Hannover ist größer.
Also nach Vechta möchte ich gerne noch mal. Dann aber, wenn in Vechta Stoppelmarkt ist. Ich möchte nämlich Riesenrad fahren.

So Noi, morgen reise ich weiter. 

Einen ganz dicken Fritzi-Kuss zum Schluss



Dein
FRITZI


Mit Liebstem DANK an Ali, Gisela und die Kinder! Von Leni (Nic) 

PS: Vielen DANK an die Eltern des kleinen Patienten für die Genehmigung des Fotos! 





Post aus Breckerfeld:


Liebste Noi,

ich bin ganz schnell von Berlin in die Hansestadt Breckerfeld gedüst. Hier wollte ich doch noch unbedingt vor deiner Einschulung hin.

Morgens früh kam ich an und wurde direkt stürmisch begrüßt.
Ich kam auch nicht mit leeren Händen, eine Kleinigkeit wollte ich doch mit bringen. Ich sage dir, Gummibärchen waren eine gute Wahl, die wurden mir sozusagen aus den Armen gerissen!
Nachdem wir uns begrüßt haben und ich erst mal ganz viel von meinen vielen tollen Erlebnissen der letzten Wochen erzählt habe, hat mir Bea mit den beiden Kindern direkt die Umgebung gezeigt! Schau dir diese Aussicht an.  Ein wenig hab ich am Fenster gestanden und auf den Teich geguckt.  Erinnerte mich ein wenig an zu Hause an den Kanal. Ich konnte eine Entenmama mit ihren sieben Entenbabys beobachten. 
Die waren süß.
Der Nachmittag hatte leider mehr Regen als Sonnenschein für uns und so haben wir Drinnen gespielt.
Mit der Kugelbahn
und der Holzbahn!
Und mit Duplo! Hier auf dem Bild siehst du auch meinen lieb gewonnenen Freund Hasi. Was hatten wir einen Spaß. Abends bin ich richtig müde von der Reise und vom spielen in meine Socke gefallen. 
Ohne Zähne putzen…aber psssst, kann ja mal passieren....
Am nächsten Tag fuhren wir alle zusammen in die Nachbarstadt. Wir waren zum Geburtstag eingeladen und ich drufte mit allen zusammen mitfeiern!
Es gab sogar noch was von der Hochzeitstorte (mjammiiii....), ein paar Tage zuvor hat das Geburtstagskind nämlich geheiratet.

Na kannst du sehen  wie alt/jung dass Geburtstagskind geworden ist? (Da musst Du Dich bestimmt genauso konzentrieren beim Zählen der Kerzen wie ich.....Hi,hi....bei mir geht das noch viel schneller.....)
Mir wurde erzählt, dieser Geburtstagskuchen hat hier eine laaaaaange Tradition. Jeder bekommt hier einen an seinem Geburtstag gebacken und es ist immer noch ein Marmorkuchen mit Schokoglasur, so wie es als Kind war. Schön oder?
Leider musste ich am Abend schon wieder packen. Ich wäre wirklich noch gerne geblieben, hätte mir noch was von der Stadt angesehen, einen Crepe im Breckcafe gegessen, die sollen fantastisch sein aber auch an meinem Abreisetag hat es geregnet. So hab ich mich früh auf den Weg gemacht damit ich bloß nicht deine Einschulung verpasse! - Und meine natürlich auch nicht!!


Ganz liebe Grüße
Ich freue mich schon sooo riesig darauf Dich ganz bald wieder knuddeln zu können!


Dein
FRITZI
 

Mit einem dicken DANKESCHÖN an Bea und ihre drei süßen! von Leni (Nic)

1 Kommentar:

  1. So - jetzt endlich mal meinen Freund Copypaste angequatscht:-) Hallo Fritzi! Da warst du quasi bei mir Zuhause - und weißt jetzt Dinge, die ich noch nicht wusste. Das mit den Wikingern muss ich doch mal nachlesen. Das glaube ich dir nämlich nicht! In der Fußgängerzone gibt es echt sauleckeres Eis - das Leckerste sogar ganz nah beim Dom!!! Komm doch nochmal vorbei und ich zeig Dir ganz viele "neue" Sachen! Das alte Zeugs hat natürlich auch so seine Vorteile: In Trier kann man nämlich immer die ollen Römer dafür verantwortlich machen, wenn man weinseelig heimläuft und stolpert - da hat garantiert wieder so ein toter Römer im weg gelegen. Grins! Ich hab in Trier studiert und weiß das ganz genau!!! Alles Liebe von den Oktoberkindern aus Trier

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